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REVO 21:

Die blutige Kirchengeschichte - bis heute

Die Kirche hat in der Geschichte eine riesige Blutspur hinterlassen. Und wer meint, das sei alles Schnee von gestern – es ist nicht so. Denn auch diesmal schließt der Papst Krieg im Irak nicht aus. Kardinal Lehmann sagte sogar: »Auch für einen Christen kann Krieg einmal das letzte Mittel sein« [1]. Den Afghanistan-Krieg lobte der Hamburger Weihbischof Jaschke als »eine Kulturleistung der Zivilisation«, als ein »angemessenes Vorgehen«!

Die blutige Kirchentradition bisher:

  • Inquisition: 13.-18. Jh., bis zu 10 Millionen Tote sowie unzählige Gefolterte, Misshandelte und Terrorisierte
  • Kreuzzüge: 11.-13. Jh., bis zu 22 Millionen Tote, darunter Tausen- de von deutschen Juden
  • Judenverfolgung: Während des Mittelalters vom 11.-14. Jh. immer wieder blutige Pogrome. Die Juden wurden von den Christen zu Hunderttausenden getötet.
  • Eroberung Amerikas: In den ersten 150 Jahren nach der Eroberung durch die Spanier »im Namen Gottes« sterben 100 Millionen Menschen – der »größte Völkermord aller Zeiten«
  • »Hexen« : 16.-18. Jh. Kirchenhistoriker Deschner veranschlagt die Opfer des kirchlichen Hexenwahns auf 9 Millionen
  • Völkermord in Kroatien: Noch Mitte des 20. Jahrhunderts, zwischen 1941 und 1943, werden in Kroatien etwa 750.000 orthodoxe Serben ermordet – unter maßgeblicher Beteiligung katholischer Geistlicher und mit Billigung des Vatikans
  • Zwangsarbeiter im Dritten Reich: Die evangelische und die katholische Kirche »beschäftigte« in der NS-Zeit »Fremdarbeiter« – in Wirklichkeit waren es Zwangsarbeiter, die in kirchlichen Krankenhäusern und der Landwirtschaft unfreiwillig und für gar keinen oder einen Hungerlohn schuften mussten

Weitere Infos: www.kirchenopfer.de

In Gegenden, in denen die westliche Medienwelt weniger gut vertreten ist, zeigt sich der kriegerische Kirchengeist noch ungeschminkter: In Ruanda wurden binnen 100 Tagen 800.000 Menschen umgebracht. Die Kirche hätte als einzige die Autorität gehabt, das Blutbad zu stoppen. Doch »die meisten ihrer Priester und Nonnen hatten 1994 bei dem Blutbad teilnahmslos zugesehen oder gar den Mördern geholfen«.

»...nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist, wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche.« Karlheinz Deschner, kirchenkritischer Autor und mehrfacher Preisträger



Katholische Priester und Nonnen unterstützen Völkermord

Am 14. April begann das Massaker von Kibeho, zunächst an den 15.000 Flüchtlingen die im Kirchen-Areal Schutz suchten. Es dauerte zwei Tage bis alle zu Tode gehackt, verstümmelt, erschlagen, erschossen oder zum Teil lebendig verbrannt waren. Zeugen beschuldigen Priester und Nonnen der katholischen Kirche, den Völkermord an den Tutsi unterstützt zu haben. Ein katholischer Priester, der tatkräftig an der Ermordung von 2.000 Menschen, die sich in seine Kirche geflüchtet hatten, mithalf, wurde jahrelang von der katholischen Kirche versteckt. Passend dazu erklärt der Papst 1996, dass seine Kirche nicht für die Missetaten ihrer Angehörigen verantwortlich gemacht werden könne [2].



Quellen:
[1] ZDF Heute-Journal, 11.3.2003
[2] taz, 18.7.2001


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