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REVO 21:
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Er hatte die Nation in einen Schockzustand versetzt: Der nette Nachbar von nebenan ein Menschenfresser?
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Die Nachricht ging durch alle Zeitungen: Armin M. aus Rotenburg hatte einen anderen Menschen geschlachtet und sein Fleisch gegessen. Kein brutales Gemetzel, sondern: Das Leichenmahl wurde zelebriert. Täter und Opfer verspeisten zunächst ausgewählte Körperteile, dann erst ließ sich das Opfer, ein Computer-Ingenieur aus Berlin, freiwillig töten. Einige seiner Leichenteile wurden in der Gefriertruhe des Täters gefunden, in handliche Stücke zerlegt. Die Weltöffentlichkeit gibt sich entsetzt: Wie kann es soweit kommen? In welchen Abgründen menschlicher Psyche entstehen derartige Phantasien, die zur Tat drängen und schließlich ausgeführt werden? Bei allen psychologischen, moralischen und auch strafrechtlichen Disputen wird eine Tatsache außer Acht gelassen: Der Täter war das Kind von Eltern, die einer Kult-Religion mit kannibalistischen Elementen angehörten. Einer Religion, bei der das Essen von Leichenteilen als heilige Handlung gilt, bei der Kannibalismus ein Ausdruck von Liebe gewertet wird und als fester Bestandteil des religiösen Ritus regelmäßig praktiziert wird.

Wenn Kinder schon von klein an Gewaltfilme im Fernsehen sehen oder schon früh gewaltverherrlichende Computerspiele spielen, erhöht sich erwiesenermaßen die Gewaltbereitschaft im realen Leben. Kinder können Realität und Fiktion, Symbolik und Wirklichkeit oft zu wenig unterscheiden und übertragen das Gesehene oder Gespielte ins reale Leben. Als krasses Beispiel dieses verhängnisvollen Mechanismus dürfte wohl der Fall des kleinen Jungen gelten, der sich in einem Hochhaus das Treppenhaus hinunterstürzte, wie er es von Supermann abgeschaut hatte und starb.
Kindheit in einer Kultreligion
Was nun also, wenn ein Kind regelmäßig von den Eltern zu Kult-Messen mitgenommen wird, die den Kannibalismus verherrlichen? Wenn hier frühkindliche Gewöhnung an kultische kannibalistische Handlungen und eine labile Psyche zusammenkommen, wer kann die Folgen absehen? »Das ist mein Leib, der für Euch und für alle hingegeben wird«, so der original Wortlaut in den Messen jener religiösen Gruppierung, die Kritiker als »Kannibalen-Kult« bezeichnen. Nach dieser beschwörenden Gebetsformel wird der Leib des Gottes zum Zeichen der Liebe und des Gedenkens an ihn von den Gläubigen verzehrt. Wohlgemerkt ist dieses Verspeisen des Gottes in der katholizistischen Religion kein symbolischer Akt. Nach einer sogenannten »Wandlung«, die nur ein speziell ausgebildeter und geweihter Priester vornehmen kann, ist die sogenannte Hostie zum leibhaftigen Körper des geliebten Gottes geworden, den sich die Gläubigen in feierlichem Rahmen einverleiben.
Wie hoch ist die Dunkelziffer jener Menschen, die infolge einer katholischen frühkindlichen Prägung den Kirchenraum und ihre Küche nicht mehr unterscheiden können, und ihre religösen Traditionen aufs reale Leben übertragen? Gibt es noch mehr Menschenfresser von Rotenburg?
Wie gefährlich ist katholisch?
Ab welchem Alter sollten Kinder einer katholischen Messe beiwohnen dürfen? Wie könnte die Aufklärungsarbeit von Lehrern und Erziehern aussehen, bei der den katholischen Kindern erklärt würde, dass im realen Leben geliebte Menschen nicht verzehrt werden, im sogenannten Gottesdienst aber schon? Der Menschenfresser von Rotenburg eine Herausforderung für eine Gesellschaft, in der der Katholizismus in weiten Bevölkerungskreisen Fuß gefasst hat.
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©1997-2007 Der geistige Revolutionär Christus
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