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REVO 21:

Wo wohnt Gott ?

Wo Gott wohnt, weiß doch jedes Kind! Im Himmel natürlich! Und woher weiß das jedes Kind? Also ich hab‘s damals im katholischen Religionsunterricht erfahren. Unklar war nur noch, wo dieser Himmel denn nun ist. Über uns!?

Wenn der Himmel über uns ist, dann haben die Bewohner der Erd-Südhalbkugel ein Problem. Vielleicht haben die auch ihren eigenen Himmel. Und was ist, wenn man die Rotation der Erde berücksichtigt? Wenn wir zu jeder Zeit den Himmel über uns haben wollen, dann sind wir hier auf der Erde in einem Loch im Himmel, der ja überall um uns herum sein muss. Komische Vorstellung, plötzlich ist irgendwo so ein Loch im ewigen Paradies. Erwachsene denken wohl eher, daß Gott im übertragenen Sinne »irgendwo dort oben« wohnt, also wahrscheinlich in höheren Dimensionen oder außerhalb unseres Universums. Dabei kennt dieses nach allem, was man bisher weiß, keine Grenzen! Also doch innerhalb des Universums. Doch wo ist er dort zu finden?

Ist Gott im Tabernakel eingesperrt?

Manche glauben, er wohne in der Kirche, er wird ja meistens auch nur dort angebetet. Im Katholischen Katechismus findet man: »Dieser Bau [die Kirche] wird durch verschiedene Bezeichnungen geziert: Haus Gottes (1 Tim 3,15), in dem nämlich die Familie Gottes wohnt, Wohnstatt Gottes im Geiste« [vgl. Offb. 12,17] (Katholischer Katechismus KK 756).

Christus, Sein Sohn hat auch seinen Platz, wenngleich auch nicht ganz so geräumig. Wenn man dem Katholischen Katechismus glauben mag, steckt Christus in einer Box, genannt Tabernakel: »Unter den eucharistischen Gestalten im Tabernakel aufbewahrt, bezeichnet man den Leib Christi als das Allerheiligste.« (KK 1330) und »Im heiligsten Sakrament der Eucharistie ist ›wahrhaft, wirklich und substanzhaft der Leib und das Blut zusammen mit der Seele und Gottheit unseres Herrn Jesus Christus und daher der ganze Christus enthalten‹ « (KK 1374). Also wirklich und substanzhaft. Nur um Seinen Leib im heiligen Sakrament der Eucharistie verspeisen zu können, darf er einmal pro Woche raus. (Mehr zum Thema Kannibalismus hier). Wie kommt er eigentlich dann wieder in den Tabernakel, nachdem er gegessen wurde?

Gott hat ein Zeitproblem...

Wenn Gott in der Kirche anwesend sein soll, und zwar in allen Kirchen Deutschlands zumindest zur Messezeit, dann ergibt sich folgendes Problem: Angenommen Gott reist mit Lichtgeschwindigkeit oder schneller, dann fällt die Zeit nicht ins Gewicht die er braucht, um die ungeheuere Strecke zwischen den ca. 40.000 Kirchen allein in Deutschland zurückzulegen. Bei einer Messedauer von ca. 1,5 Stunden hätte er dennoch nur eine Verschnaufpause von einigen Millisekunden in jeder Kirche. Keine Zeit, um alle Gebete seiner Gläubigen zu erhören. Das gleiche gilt für Christus. Wie soll denn »Sein Leib« zur gleichen Zeit von all den Kirchgängern verspeist werden? Eine Lösung wäre: Gott ist in allen Kirchen gleichzeitig. Dann muss er aber auch außerhalb der Kirchen vorzufinden sein, denn sonst hätten wir es mit lauter Einzelgöttern zu tun, die nicht miteinander verbunden sind und somit nicht voneinander wüssten, was der andere gerade tut. Außerdem kann man sogar in der Bibel lesen: »Aber der Allerhöchste wohnet nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind« (Apostel 7,48).

Wie es auch immer sein könnte, spätestens seit Weihnachten dieses Jahres hat der fromme Katholik keine Chance mehr, Gott in der Kirche oder anderswo vorzufinden. Denn wie der Papst in seiner vorweihnachtlichen Ansprache verkündete, hat sich Gott angeblich in den Himmel eingeschlossen, »angewidert vom Handeln der Menschheit«.

Jetzt wird es für den Katholiken brisant: Wie, in Carols Namen, soll er denn noch die Vergebung seiner Sünden erlangen, wenn Gott während der Beichte in der Kirche gar nicht präsent ist und davon gar nix mitbekommt. (Und ob ein Priester in Eigenregie Sünden vergeben kann, ohne vorherige Absprache, ist fraglich.) Folglich bleibt dem Katholiken nur noch eines, um dem Fegefeuer oder der ewigen Verdammnis zu entkommen: Er glaubt den Unfug der unfehlbaren Eminenzen und Excellenzen nicht, tritt aus der Kirche aus und wird Christ im Sinne des »Erfinders«!

»Ihr seid der Tempel Gottes!«

Doch wo ist Gott nun zu finden? Vielleicht in seiner Schöpfung, in der Natur? Das könnte erklären, warum wir uns so gerne in die Natur begeben. Sei es, um den Alltag hinter sich zu lassen, sei es um Kraft zu tanken und zu innerer Ruhe zu finden oder um sich einfach an ihrer Schönheit zu erfreuen. Ist es das Göttliche, das uns durch diese Schönheit anspricht? Wenn ja, dann muss Gott ins Besondere auch in uns zu finden sein, denn wir sind ein Teil seiner Schöpfung. Das lehrte auch Jesus von Nazareth: »Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und der Geist Gottes in euch wohnet?« und »Das Reich Gottes ist inwendig in Euch.« In dem Buch »Das ist Mein Wort - Die Christus-Offenbarung, welche inzwischen die wahren Christen in aller Welt kennen« erklärt Christus durch das Prophetische Wort der Jetztzeit:

»Erfasset es in euren Herzen: Alles, was Leben trägt, besitzt Gottes Kraft, Liebe und Weisheit, und alles, was lebt, das lebt, weil Gott in ihm wohnt.

Gott ist in allem das Ganze. Seine Kraft ist ungeteilt in allem. Deshalb ist Gott alles in allem. In jeder geschaffenen Form ist Gott, ist Alles-in-allem. Alles, was auf der Erde lebt, jede materielle Form, trägt in sich die geistige Form, das von Gott Geschaffene, und trägt damit alles, was in Gott ist, also Alles-in-allem.

Der Mensch ist der Tempel des Heiligen Geistes, denn in ihm, im Innersten der Seele, wohnt der geistige Leib aus Gott. Seit Meiner Erlösertat Bin Ich [Christus] als Tröster und Erlöser, als Geist des Lebens, in diesem Tempel, in Mensch und Seele. Wer den Tempel heiligt, indem er die Gebote hält, der lebt in Mir, und Ich lebe und wirke durch ihn.

Der All-Heilige, Gott, läßt kein Kind allein, einerlei, wie es denkt und lebt, denn der Geist Gottes wohnt in jeder Seele und in jedem Menschen. Er ist das Gute, das dann entflammt, wenn der Mensch sich bemüht, Gottes Willen zu erfüllen.

Wenn du betest, dann ziehe dich in eine stille Kammer zurück und versenke dich in dein Inneres, denn in dir wohnt des Vaters Geist, dessen Tempel du bist.“



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