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EXTRABLATT WEIHNACHTEN:

"Töte uns nicht!"

Wir werden für das große Fest auf‘s grausamste misshandelt und gefoltert. Davon bekommst Du nichts mit. Du lässt es dir Zuhause gut gehen. Vielleicht ganz romantisch bei Kerzenschein und mit schöner Musik. In der Küche brutzelt eine lecker duftende Weihnachtsgans.

Doch das Kadavermahl, das ihr euch schmecken lasst, ist das schreckliche Ende unseres leiderfüllten Daseins. Ohne Mitgefühl grabt ihr eure Zähne in meinen Körper, aus Genusssucht blind vor dem, was ihr tut. Unser Weihnachten sieht so aus:

... Es ist kalt und dunkel! Tausende von uns auf engstem Raum zusammen gedrängt. Unter unseren Füßen nur der harte Betonboden. Die Enge ist kaum auszuhalten! Panik greift um sich, einige von uns hacken wild aufeinander ein, denn wir haben gesehen, dass er wieder kommt: Der Folterknecht, den ihr Menschen harmlos ´Tierzüchter´ nennt!

Wie jeden Tag stopft er mir ein dickes Metallrohr in den Schlund. Ich will schreien vor Schmerz, aber ich kann nicht, denn schon wird mir mit Pressluft gequollener, gesalzener Maisbrei in den Magen getrieben, 1,2 kg täglich. Blitzschnell kommt das Rohr wieder raus... mein Magen ist bis zum Bersten gefüllt! Verzweifelt sehne ich mich nach dem erlösenden Tod.

Der Peiniger macht weiter, nächste Gans, gleiches infektiöses Stahlrohr, selbe grausame Prozedur! Nur die Antibiotika-Mischung im Futter verhindert, dass wir von Krankheiten und Seuchen hinweg-gerafft werden. Fertig. Mein Magen ist kurz vor dem Platzen.

Unsere sensiblen Schnäbel wurden uns damals unter höllischen Qualen abgebrannt, übrig ist nur ein Stummel. Wie wahnsinnig würden wir uns sonst gegenseitig zerhacken. Nächste Gans, Stummel auf, Metallrohr rein, Speiseröhre reißt, Pressluft. Nächste Gans. Blutiges Metallrohr. Pressluft. Maisbrei. Ein geschundener Magen zerreißt. Jede zehnte von uns stirbt so.

Der Folterknecht kennt keine Gnade. Eine Gans verblutet innerlich. Nächste Gans... Manchmal schlägt sich eine von uns nach der ersten Stopfung solange ihren Kopf auf den Betonboden, bis sie tot ist.

Irgendwann ist es dann so weit: Unser Todestag ist gekommen: Die Luft ist erfüllt von Blutgeruch und dem quälenden Schreien meiner Freunde. Wir hängen kopfüber in einer Fördervorrichtung, fettleibig und sterbenskrank durch die brutale Mast. Jetzt können wir es sehen, dass rotierende Messer! Blut spritzt. Vor mir fällt ein Gänsekopf mit stumpfen, erloschenen Augen... Eine kaum betäubte Gans windet sich. Das Messer. Wieder Blut. Der Kopf fällt. Wieder das Messer. Blut. Der nächste Kopf wird in der Mitte durchtrennt, die Gans wollte sich wegdrehen. Die Schädelhälfte fällt. Messer. Blut. Kopf. Messer. ...

Mein Körper und meine bis auf das 10fache vergrößerte, kranke Fettleber liegt nun gut gewürzt auf deinem Teller! Frohe Weihnachten?! Guten Appetit?!

Ich frage Dich: Bemerkst Du denn nicht den faulen Beigeschmack des Todes, wenn Du meine Leiche auf dem Weihnachtstisch auffrisst!? Ist das für Dich das Fest der Liebe!?

Hast Du denn vergessen, dass Jesus von Nazareth, dessen Geburtstag ihr Menschen ja an Weihnachten gedenkt, damals unter uns Tieren in einem Stall zur Welt kam, weil die Herzen der Menschen zu hart waren und deshalb niemand Maria und Josef Obdach gewährte?

Heute werden wir, seine Freunde, an seinem Fest bestialisch gequält und zu Millionen in regelrechten Massenvernichtungslagern umgebracht.

Glaubst Du denn wirklich, dass das Jesus, dem Christus, gefällt!? Stell Dir vor, Dir würde das angetan, was uns angetan wird! Würde Dir das gefallen!?

Wir fühlen Schmerz, Leid und Freude genauso wie ihr! Wir sind Gott dankbar für unser Leben, wir lieben es! Wir wissen dass Gott in allen Lebewesen ist. Auch in uns Tieren! Denkst Du nie daran? Gott ist es ein Gräuel wie ihr uns behandelt! Hör auf, unsere Leichenteile, also Fleisch, zu essen, dann können wir leben! Wir werden es Dir danken, denn wir wollen mit euch, mit unseren großen Geschwistern in Frieden und Einheit leben.

Eine Gans, stellvertretend für die misshandelte und geschundene Tierwelt!

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