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REVO 23:
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Reinkarnation
- von der Kirche verboten
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Die ersten Christen glaubten noch daran: Der Mensch hat eine unsterbliche Seele, die von Gott kommt und auch mehrere Male ein Erdenleben durchlaufen kann, bevor sie wieder zu Gott zurückfindet. Die großen Kirchen behaupten aber, dass der Glaube an die Wiedergeburt nicht christlich ist. Die Katholiken verbreiten statt dessen sogar die Drohung einer ewigen Verdammnis. Warum eigentlich?
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Der Glaube an die Reinkarnation taucht schon bei dem griechischen Philosophen Pythagoras auf und ist heute weltweit verbreitet, besonders in Asien. Auch 37% der Deutschen glauben an ein Leben nach dem Tod [1], viele auch an die Wiedergeburt im fernöstlichen Sinn. Diese unterscheidet sich jedoch wesentlich von der urchristlichen Lehre (Unterschiede siehe Kasten). Trotzdem schieben KAKI [2] und LUKI [3] die Reinkarnation weiter in die Esoterik-Ecke.
Die Wende zur Abhängigkeit
Diese Kirchenhaltung ist über 1.500 Jahre alt: Zu den Zeiten von Jesus war der Reinkarnationsglaube Alltag und noch recht weit verbreitet. Auch Jesus selbst lehrte, dass Menschen mehrmals auf die Erde kommen können. Wiedergeburt war also frühchrist-liches Gedankengut.
Doch im Jahr 553 kam die Wende: Damals wurde auf dem Konzil [4] von Konstantinopel die Lehre von der Wiedergeburt offiziell aus der Kirchen verbannt und vom Kaiser verflucht. Alle Schriften, die die Reinkarnation erwähnten, landeten im Feuer. Christen, die an die Wiedergeburt glaubten, wurden aus der Kirche ausgeschlossen und oft sogar verfolgt, gefoltert und in den folgenden Jahrhunderten grausam hingerichtet. Die Kirchenpriester erkannten, dass man die Gläubigen viel besser an sich binden kann, wenn man lehrt, dass das Leben eine einmalige Entscheidung für Himmel oder ewige Verdammnis ist, und dass nur Kirchenmitglieder Aussicht auf Erlösung haben.
Verbrennt die Ketzer!
Ein Beispiel für die Kirchenverbrechen: Die Katharer, Urchristen, die im Süden von Frankreich lebten, kein Fleisch aßen und an die Wiedergeburt glaubten, wurden Anfang des 13. Jahrhunderts mit einem vom Papst ausgerufenen Kreuzzug von Katholiken beinahe ausgerottet: Die Andersgläubigen wurden von den Häschern des Papstes „mit größter Freude“ ermordet wie die 400 Katharer, die Anfang Mai 1211 in dem Pyrenäendorf Lavaur verbrannt wurden, nachdem sie das katholische Ave Maria nicht hersagen konnten. Die schwangere Donna Geralda, Katharerin und Schlossherrin in dem „Ketzernest“, wurde in einen Brunnen gestoßen und mit Steinen beworfen, bis man ihr Wimmern nicht mehr hörte.
Die Kirche hat also den Glauben an die Reinkarnation nicht nur verboten, sondern blutig ausgelöscht. Warum eigentlich?
Der Sinn des Lebens
Reinkarnation bedeutet: Jeder Mensch hat eine unsterbliche Seele, die von Gott kommt. Diese Seele hat sich durch negatives Verhalten meist mehr oder weniger von Gott entfernt, also belastet, und ist deshalb auf der Erde.
Hier haben wir jeden Tag die Chance, unsere schlechten Seiten kennen zu lernen und uns zum Guten zu verändern. Wir begegnen vielen Menschen, denen wir helfen und mit denen wir frühere Fehler wiedergutmachen können. Auch unsere Untaten an Tieren und Natur müssen wieder gutgemacht werden. Dabei hilft uns unser Gewissen, das uns immer wieder „Denkanstöße“ gibt: Verhalte ich mich in diesem Augenblick richtig oder falsch? Auf Erden gilt für uns Menschen das Gesetz von Saat und Ernte. Unser Verhalten bestimmt, was auf uns zukommt. Es gibt also kein „Geheimnis Gottes“. Wir können selbst bestimmen, welche Richtung unser Leben nimmt. Da braucht es keine Beichte, keine Hostien und andere sinnlose Kirchenrituale. Wir brauchen auch keinen Kirchensegen, der uns vor einer erfundenen „ewigen Verdammnis“ retten soll. Der Machtapparat Kirche wäre also seiner Grundlage beraubt und eben deshalb hat die Kirche den Reinkarnationsgedanken verbannt.
Jeder von uns hat es selbst in der Hand: “Geht es auf dem Ego-Trampelpfad bergab oder wird mein Leben glücklicher und besser besser für mich selbst, für meine Mitmenschen und für Natur und Tiere?”
Revo-Lesetipp: “Der große Gabriele-Brief 5: Jeder stirbt für sich allein” (kannst Du kostenlos bei uns anfordern)
Quellen, Anmerkungen:
[1] kurz für katholische Kirche
[2] kurz für lutherische (evangelische) Kirche
[3] http://www.dalank.de/jens/thiede.html : repräs. Umfrage des Institutes für Demoskopie Allensbach, 1992
[4] eine Versammlung von Bischöfen und Erzbischöfen
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