In Deutschland werden Millionen ausgegeben, um manche Menschen mit Maschinen am Leben zu erhalten. In gewissen Ländern bezahlt man auf dem Schwarzmarkt wenige Dollar für ein Menschenleben, je nach Organ, das „besorgt” werden soll. Wie hoch ist der Marktwert eines Menschen im Kriegsgebiet? Nicht vorhanden. Vielleicht ist das etwas sarkastisch ausgedrückt, doch so oder so ähnlich sieht’s nun mal aus.
Mal überlegen, wo noch Wertschätzungen liegen. „Wert“ könnte auch „wertvoll“ bedeuten. Wie wertvoll bin ich und für wen? Für meine Eltern wohl wertvoller als so manch ein Vermögen, für den Staat und die Kirche nur einer unter vielen Steuerzahlern.
Und für mich selbst? Halte ich mich für so „wertvoll“, dass ich mir das Recht herausnehmen kann, anderen ihren Wert wegzunehmen, indem ich sie abwerte? Hoffentlich nicht. Bin ich es mir wert, alleine nach Äußerlichkeiten wie Geld, Schönheit, Macht und so weiter zu streben? Nein? Wo liegt dann aber mein Wert und wer bestimmt ihn?
Ich schätze, Gott Vater gibt uns diesen Wert, da wir seine Kinder sind. Und dieser Wert ist Seine Liebe zu uns. Sie ist es, die uns zu so wertvollen Wesen macht. Und wenn man diese Liebe erwidert, weiß man ganz genau was man sich wert ist und was nicht. Dieser Wert liegt vielleicht noch außerhalb unseres Fassungsvermögens, wir können ihn nur erahnen. Doch diese Ahnung alleine kann genügen, dass wir uns Seine Werte, die z.B. in den Zehn Geboten und in der Bergpredigt Ausdruck finden, zu Eigen machen und somit den Weg zu Ihm hin gehen.
Welche Größe und welcher Wert wirklich in uns steckt, zeigte uns Jesus, als er sagte: „Ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“. Wenn mir das bewusst ist, dann habe ich Achtung vor mir selbst. Dann bin ich bemüht, mein Verhalten zum Besseren zu ändern, um diesem Wert gerecht zu werden. Ich lasse mich z.B. seltener gehen, indem ich einfach einen Tag vergammle dazu bin ich mir zuviel wert. Oder ich kontrolliere und verbessere mein Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen, denn ich will kein Rüpel sein. Angeberei habe ich vielleicht auch nicht mehr so nötig, ich weiß ja um meinen Wert. Ich bemühe mich einfach, einen guten, feinen Charakter zu entwickeln und meinen Mitmenschen auch so zu begegnen. Ganz nach dem Motto:
„Nimm dich nicht so wichtig! In dir ist etwas ganz Großes, von dem du nur ahnen kannst. Strebe dem zu!“