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REVO-EXTRABLATT PAPSTWAHL / WJT:


Ex-Großinquisitor
"Papa Ratzi"


Die Papstwahl ist vorbei!

... and the winner is: Herr Ratzinger, von den einen liebevoll ‚Papa Ratzi’ genannt, von anderen mit Titeln wie ‚Großinquisitor’ und ‚Betonkopf’ überhäuft.

Der Neue steht von Anfang an im Rampenlicht: Nach dem Mega-Begräbnis von Johannes Paul II. wird jetzt ‚Papa Ratzi’ belagert. Viele fragen sich: Was hat es mit diesem Spektakel auf sich? Wofür steht der neue Papst eigentlich? Und vielleicht auch: Was würde Jesus – wenn er heute leben würde – zu den Ereignissen rund um den ‚Stuhl Petri’ sagen? Wir haben uns umgesehen und einige erstaunliche Antworten zusammengetragen. Zunächst: Was sagte Jesus, was sagt Ratzinger?



Dafür steht Jesus von Nazareth:


FRIEDEN: „Liebet eure Feinde, tut Gutes denen, die euch hassen.“ Jesus lehnt Gewalt grundsätzlich ab. Er spricht zu Petrus: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz; die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen.“ Weiter: „Und Ich will den Bogen zerbrechen und auch das Schwert, und alle Werkzeuge des Krieges will Ich verbannen von der Erde, und sie sollen weggelegt werden in Sicherheit, damit alle ohne Furcht leben.“

KEINE PRIESTER:

„Aber ihr sollet euch nicht Rabbi [Priester] nennen lassen. Denn Einer ist euer Rabbi, Christus. Ihr aber seid alle Brüder. Und ihr sollet niemand Vater heißen auf Erden, denn auf Erden sind die Väter nur dem Fleische nach Väter, aber im Himmel ist der Eine, der euer Vater ist…“

KEIN REICHTUM: „Selig im Geiste sind die Armen, denn ihrer ist das Himmelreich.“ – „Niemand kann zwei Herren dienen. Denn entweder muss er den einen hassen und den anderen lieben; oder er muss zu dem einen halten und den anderen gering schätzen. Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon zugleich dienen.“ – „Ihr sollt auch nicht für euch Schätze sammeln auf Erden, die die Motten und der Rost fressen und die Diebe ausgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, …“

TOLERANZ: „Erkennet: Wer das kleinste Gebot, Verständnis und Toleranz gegenüber seinen Mitmenschen zu üben und ihren freien Willen zu beachten, nicht erfüllt, der kann auch das größte Gebot, das Gebot der Liebe, nicht erfüllen.“

TIERSCHUTZ: „Wahrlich, Ich sage euch, darum Bin Ich in die Welt gekommen, dass Ich abschaffe alle Blutopfer und das Essen des Fleisches der Tiere und Vögel, die von Menschen geschlachtet werden.“

Fazit: „Was auch immer ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihnen ebenso, und was ihr nicht wollt, dass sie euch tun, das tut auch ihr ihnen nicht …“
lautet die Goldene Regel des Jesus von Nazareth. Mit der Bergpredigt und den Zehn Geboten Mose ist sie die direkte Anleitung für das echte christliche Leben im Alltag – ohne Priester, ohne Dogmen, ohne Kirchensteuern und ohne leere Rituale.


Zitate: ‚Das ist Mein Wort – das Evangelium Jesu”, Verlag Das Wort, www.das-wort.com

Darum, wer diese Meine Worte hört und sie befolgt, den vergleiche Ich mit einem klugen Mann ...” (Jesus)



Und dafür steht Papst Benedikt XVI.:


Ex-Kardinal Ratzinger ist ein Freund vieler Worte und hat schon in seiner Amtszeit als oberster Glaubenswächter der KaKi [1] zu vielen Fragen seinen Standpunkt klargemacht.

ANDERSDENKENDE: „Den ‚Großinquisitor aus Marktl am Inn’ nennen ihn seine Kritiker … weil er äußerst hart gegen anders Denkende vorgeht“ [2]. Die Inquisition war die kirchliche Behörde, die ab dem Mittelalter gegen nicht-katholische Glaubenslehren vorging. Sie wütete vom 13. bis ins 18. Jahrhundert und forderte bis zu 10 Mio. Todesopfer – Männer, Frauen und Kinder!

Ratzinger sieht sich als moderner Vertreter dieser Organisation, die „Vorläufer von Gestapo, KGB und Stasi“ [3] war: „Man muss doch sagen, dass Inquisition der Fortschritt war, dass nichts mehr verurteilt werden durfte ohne Inquisitio, das heißt, dass Untersuchungen stattfinden mussten“ [4]. Bei den ‚Untersuchungen’ der Kirchenmänner wurde angeblichen Hexen, Giftmischern und Zauberern (zu denen auch nicht-katholische Christen zählten) z.B. die Zunge ausgebrannt, wurden Hände oder Füße abgehackt, wurden Nasen und Ohren abgeschnitten [5].

Ratzinger redet diese bestialischen Foltermethoden heute schön – ein Skandal!

ANDERE KIRCHEN: „Ratzinger betont den Vorrang der katholischen Kirche vor anderen christlichen Kirchen …“ [6]. Theologie-Studenten lernen folgendes: Die KaKi [1] „muss mit peinlicher Sorgfalt alles entfernen und ausmerzen [radikal entfernen], was gegen den Glauben ist“ [7].

FRAUEN: „Zum Priesteramt sollen weiterhin nur Männer zugelassen werden. Den Feminismus lehnt Ratzinger ab“ [6].

JUGEND: Der Spiegel schreibt Klartext: „Über die Jugendlichen, die Johannes Paul II. beim Weltjugendtag feierten, dann aber eine Wiese voller Kondome zurücklassen, sagt er [Ratzinger] im kleinen Kreis: ‚Die brauchen wir nicht, diese Jugendlichen’ “ [8].

KRIEG UND FRIEDEN: „Kardinal Joseph Ratzinger warnt vor Pazifismus … ‚Pazifismus, der keine Werte mehr kennt, die verteidigungswürdig sind, ist als unchristlich abzulehnen’ ...“ [9].

VERHÜTUNG: „Ratzinger ist strikt gegen Pille, Kondom usw. Treue in der Ehe hält er für den besten Schutz vor AIDS“ [10]. In Afrika leben mehr als 25 Mio. HIV-Infizierte, gleichzeitig gibt es südlich der Sahara immer mehr Katholiken (mehr als 100 Mio.) und der Vatikan spricht vom „Kontinent der Hoffnung“.


EXPLOSIV:
Wird Ratzinger Papst Pius XII. heiligsprechen,   der zur Judenverfolgung schwieg und unter dem sich die kath. Kirche bei den Nationalsozialisten anbie-derte? Die Chancen stehen gut.

Mit Jesus von Nazareth hat das NICHTS zu tun!

Wenn Ratzinger nicht Jesus nachfolgt, wem dann? Welchen Gott vertritt Papst Benedikt XVI., wenn es nicht der Gott des Friedens, der Toleranz und der Vernunft ist? Uns fehlen die Worte … deshalb Vorhang auf für die Prominenz:

Ratzinger – ein gieriges Gesicht. Im Zweifel immer ein Rückschritt. Ein Unfall, ein Rückfall, eine Absage an die Freiheit des Denkens und Le­bens. Vergessen und alleine gelassen die Südamerikaner, die Afrikaner, die Schwulen, die leidenden schwangeren Frauen und der Rest der Welt. Diese Kirche ist nicht bei Gott. Ein von den Medien inszenierte Kampagne in einer ideologielosen Zeit. Selbst als Komödie unbrauchbar.“ (Peter Kern, Schauspieler)

"Die Sehnsucht ist groß. Auf dem Petersplatz und auf den virtuellen Bühnen der Öffentlichkeit spürt man das Saugen eines epochalen Vakuums: Spirituelle Führerschaft! Gottesnähe! Aber nichts, rein gar nichts deutet bis jetzt darauf hin, dass dieser ungelenke Greis aus Deutschland dem Sog nach erlösender Geistigkeit mehr anbieten könnte als den Staub einer durch und durch verknöcherten Konfession. Das Papsttum bleibt auch mit Benedikt XVI. eine pompös aufgeblähte Vogelscheuche auf unfruchtbarem, auf hoffnungslos gottverlassenem Acker." (Georg Klein, Schriftsteller)


"Ich finde die Wahl von Ratzinger großartig, weil er ja Leiter der Glaubenskongregation war, also der Nachfolgebehörde der Heiligen Inquisition. Hexenverbrennungen, Verbannungen, Bannstrahl – auf diesen Mauern fußt das ganze Unternehmen, und das allein steht für Fortschritt. Weil jemand, der einbetoniert ist und sich vielleicht doch einen Millimeter bewegt, immer schon einen gewissen Grad an Fortschritt präsentiert. Im Vatikan soll Ratzinger immer Papa Ratzi genannt worden sein. Wie ich hörte, ist Ratzi in Österreich die Verniedlichungsform von Ratte. Es lebe die Inquisition!" (Christoph Schlingensief, Regisseur)



Quellen, Anmerkungen:

[1] kurz für katholische Kirche
[2] „Großinquisitor, Betonkopf, reforminteressiert“, stern.de, 19.4.05
[3] Der Spiegel
[4] ARD-Magazin „Kontraste“, 3.3.05
[5] weitere Informationen: www.kirchenopfer.de,
www.theologe.de/LInquisition.htm
[6] „FAQs über Benedikt XVI.“, n-tv.de, 20.4.05
[7] Lehrbuch „Der Glaube der Kirche in den Urkunden der Lehrverkündigung“,
Neuner/Roos, Regensburg, 1975
[8] „Benedikt XVI. und das Prinzip der Hoffnung“, Spiegel Online, 25.4.05
[9] Radio Vatikan, 23.11.04
[10] „Der neue Papst von A bis Z“, bild.de, 22.4.05

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