Ausgabe 4/97:

 
Artikel
    It's my Life! - Bestimmung oder Zufall?
    Land unter... - Hochwasser an der Oder
    Planet Earth - das Schicksal
    Der Papst kam nach Paris - aber nicht allein!
    Ethik und Moral - alles nur 'ne Qual? 
    Schon mal mit 'nem Propheten gesprochen?
    Leserstimmen
    Tip des Monats
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Gespräche über Gott
It's my Life! - Bestimmung oder Zufall?
Tatort Bahnhof - Der Revo war live dabei

Es dunkelt. Der Würzburger Hauptbahnhof ist plakatiert. Blaue Aufschrift: IT´S MY LIFE. TatortEtliche Hinweisschilder mit Pfeil. Wir gehen die angegebene Richtung, quer durch drängelnde Passanten, Treppe hoch - 1. Stock bis ... Konferenzräume. Die Zeit: 19.55 Uhr! Der Saal: halb leer! Musik: gut! Spannung: steigt! 20.00 Uhr: Der Saal füllt sich doch! 20.10 Uhr: Noch immer kommen Jugendliche. ...plötzlich ist es 20.15 Uhr, und ab geht’s für eine neue Runde von: GESPRÄCHE ÜBER GOTT live mit dabei: Das Zeitungsteam von »Der geistige Revolutionär Christus«, kurz: Der REVO .Das Thema: IT'S MY LIFE - Bestimmung oder Zufall? Oder kann ich mein Leben selbst in die Hand nehmen?

In der Einführung geht es darum, was Religion, Wissenschaft und Astrologie zur Vorherbestimmung sagen. Es ist ja echt interessant, daß die evangelische Kirche dankt, man sei schon vom Moment der Geburt an entweder für den Himmel oder für die Verdammnis vorherbestimmt (Prädestination). Der REVO: ...das klingt ja echt abenteuerlich! Unfaßbar, daß jemand tatsächlich so etwas glaubt! Für die Wissenschaft ist der Mensch einfach ein Zufallsprodukt der Evolution. Ohne jeden Sinn.. Der REVO: ...eine sehr unbefriedigende Ansicht!
Das Gespräch zündet schon während der ersten Sätze! Thema Nr. 1: Muß ich etwas tun oder genügt der Glaube? Ein Jugendlicher meint, der Glaube sei das Wichtigste! Ein anderer: „Dann könnte ich ja mein ganzes Leben wie ein Verbrecher leben! Wenn ich an Gott glaube, komm' ich ja eh in den Himmel!“ Ein Mädchen sagt: „Ich denke, Christus hat doch damals alle Sünden der Menschen auf sich genommen. Wenn ich Ihn also annehme, an Ihn glaube, dann sind mir auch meine Sünden vergeben!“ Ein andere Stimme: „Glaubst Du denn echt, daß wenn ich zum Beispiel jemanden sehr geschlagen habe, und derjenige haßt mich dann dafür, dann könne mir Christus vergeben? Ich denke, nur derjenige kann mir vergeben, dem ich es angetan habe!“ Richtig spannend wird es, als ein Jugendlicher die Frage aufwirft: „Kann ich nicht auch ohne Glaube und Religion ein ethisches Leben führen? Ich kann mich doch auch nach meinem inneren Gefühl richten! Wozu muß ich da an irgendeinen Gott glauben oder an den rosa Fenstervorhang? Der REVO: ...gute Frage, denn so denken echt viele Jugendliche heute! Super auch die Toleranz im Gespräch: „Wenn Du ohne Religion gute Werte leben kannst, find´ ich das voll o.k. Für viele ist es leichter, sich einfach auf das Gewissen zu verlassen - denn bei den tausend Auslegungen des Glaubens in der Theologie wird einem der Glaube ganz schön vergrault.  Ich selber glaube zwar an Gott, aber ich kann Dich gut verstehen!“ Der REVO: ... wir sind echt begeistert, zu sehen, wie ernsthaft man hier über Lebensfragen spricht! „"Ich find', das mit Glauben, Vertrauen zu Gott usw. ja ganz gut. Aber was machst Du, wenn dich mal ein Schicksalsschlag trifft, zum Beispiel sitzt Du morgen im Rollstuhl. Redest du dann auch noch von Vertrauen und Liebe?“ Viele Jugendliche sind sich einig: Was im Leben auf uns zukommt, hängt damit zusammen, wie man gelebt hat! Ein anderer hält dagegen: „Ja, was ist dann mit den Kindern, die verkrüppelt zur Welt kommen? Haben die vielleicht schon als Embryo gesündigt?“ Ein Jugendlicher erzählt aus seiner Kindheit: Er war da so krank geworden, daß er es kaum überlebt hätte. Damals habe er sich auch diese Frage gestellt. Und er habe dann begonnen, an die Reinkarnation zu glauben. Das habe ihm geholfen, dann für ihn war es nun nicht mehr ungerecht, daß gerade ihm es so schlecht ging. Der REVO: ... stimmt, durch die Reinkarnation wäre jetzt endlich auch mal die Frage nach der vermeintlichen Ungerechtigkeit Gottes geklärt! Und steht nicht auch in der Bibel das Gesetz von Saat und Ernte? Die Zeit: 22.10 - Die Gesichter: erstaunt! Die Zeit verging wie im Flug! Auch nach Ende des Gesprächs wird in Bahnhof und Kneipe noch weiter gesprochen. Eines ist gewiß: Der REVO ist begeistert! Und am 25. 9. sind wir natürlich in den Greisingsälen wieder live vor Ort, wenn es heißt: GESPRÄCHE ÜBER GOTT, denn jetzt mal ganz ehrlich: wo kann man heute noch so offen, ernsthaft, interessant und frei über Gott reden?
 




 Land unter...  - Hochwasser an der Oder bottle

„Worek piasku - Sandsack“ ist die erste neue Vokabel, die ich in mein polnisches Wörterheft eintrage. Dann „Woda wzbiera - das Wasser steigt“ und schließlich „powódz - Überschwemmung“. Ein Sprachkurs mit Überraschungen - mitten im überschwemmten Wroclaw (zu deutsch Breslau). Keiner hat’s geglaubt. So wie immer, wenn man vor dem Fernsehen sitzt und weiß, daß die schlimmen Sachen immer nur irgendwo anders passieren. Und dann ging es rasant schnell. Noch bevor der Präsident von Wroclaw mit seinen Stadträten irgendeine verspätete Maßnahme ergreifen kann, schleppen die Leute Säcke, um Straßen und Häuser zu retten. Noch am Samstag morgen kaufe ich im großen Kaufhaus „Centrum“ Zahnbürste, Socken und Kekse - am Nachmittag ist der ganze Straßenzug überschwemmt. Keiner denkt mehr an Einkaufen. Es werden Säcke angekarrt und Säcke und Säcke. Einige führen noch ahnungslos im Park ihren Hund spazieren und erfreuen sich an der Nachmittagssonne, andere packen die notwendigsten Sachen und evakuieren sich selbst. In einem Stadtteil sind die Häuser schon bis zum ersten Stock Land unter, die Bewohner sehen aus dem Fenster, mit leerem Blick. In den noch trockenen Straßen beobachten die Leute, wie das Wasser sich seinen Weg bahnt. Und weinen. Aus den Gullis sprudelt das Wasser wie aus einem Springbrunnen. Am Straßenrand verkaufen die Leute Wasserflaschen und Brot, die Läden sind alle zu. Die Straße, in der wir wohnen, ist noch trocken, aber es gibt weder Strom noch fließendes Wasser. Wir sitzen im Halbdunkel vor dem mit Batterie betriebenen Küchenradio und hören „Radio Wroclaw“. Fast ununterbrochen fährt ein Auto mit Blaulicht vorbei - für viele Menschen wird die Nacht zum Tag. Als nach zwei Tagen der Fernseher von alleine  anspringt, wissen wir: es gibt wieder Strom. Auf allen Kanälen die neuesten Bilder vom Hochwasser. Grausig. Ein Stall voller ertrunkener Kühe, verwüstete Wohnungen, verzweifelte Menschen, Häuser unter Wasser. Die Bewohner hängen weiße Fahnen und Plastiktüten aus den Fenstern - das bedeutet „wir brauchen Trinkwasser“. Kommt zwischendurch ein Kinderfilm oder eine amerikanische Schnulze, wird alle paar Minuten ein Aufruf eingeblendet. Zum Beispiel „Die Bewohner des Stadtteils sowieso mögen sich bitte dringend evakuieren“ oder da und da wird dringend Brot und Wasser benötigt“ oder „alle verfügbaren Kräfte bitte nach sowieso zum Säckeschleppen“ oder Die Eltern des kleinen Piotr mögen sich bitte unter folgender Telefonnummer melden...“. Trinkwasser ist in den nächsten zwei Wochen das höchste Gut. Kaum ist das Hochwasser nach ein paar Tagen etwas gesunken, geht die Angst vor Seuchen und Krankheiten um. Die Direktorin unseres Sprachkurses teilt Desinfektionstüchlein aus. Das Technische Hilfswerk bereitet Wasser auf und fährt es in alle Stadtteile. Zweimal täglich ziehen wir mit Eimern los, um Wasser zu holen. Trinken darf man dieses Wasser nicht. Wir nehmen es zum Waschen und abgekocht zum Geschirrspülen. Mittlerweile habe ich nicht nur polnisch gelernt, sondern auch, wie man sich am effektivsten mit einem kleinen Eimer Wasser die Haare und sich selbst wäscht. Das gebrauchte Wasser wird schließlich für die Klospülung aufbewahrt.
Als ich nach vier Wochen wieder nach Hause komme, habe ich erst einmal einen Kulturschock. Wir sind ein verwöhntes Volk!. Wir regen uns auf, wenn die Bohnen in der Kantine holzig sind oder der Salat zu teuer. „Wer will Kaffee?“, heißt es am Nachmittag. Dazu gibt es feine Caramel-Bonbons mit Schokolade außenrum und man erfährt dies und das, redet Belangloses und ach so Wichtiges. Und 800 km weiter stinkt es aus den Kellern, sieht man Müllberge aus kaputten Möbeln und die Menschen überlegen, wo sie für ihre Kinder ein altes Klappbett auftreiben können - sie selbst schlafen auf dem Fußboden - sofern der nicht weggeschwemmt wurde. Muß man tatsächlich alles verlieren, um es schätzen zu lernen? Immerhin spenden wir ja für die armen Hochwassergeschädigten und dürfen getrost die anspruchsvollen und arroganten Schnösel bleiben, die wir sind. Holzige Bohnen sind schließlich wirklich eine Zumutung!
  



   

»Planet Earth« - das Schicksal                   earth

Betrachten wir unserer Erde, unser Leben doch einmal ganz anders - zum Beispiel mit den Augen einer kleinen Ufo-Besatzung von einem anderen Stern... Das Raumschiff nähert sich langsam der Erde. Beogachtungsposten 1
meldet:  Die Luft ist sehr schlecht - zuviel Kohlendioxid! Wasserproben weisen auf große Verschmutzung hin. Wie wollen die Menschen weiterleben? Sie benötigen doch Wasser, Luft und eine Erde zum weiterleben? Wie sie die Erde zerstören, das könnte man  mit einem Mann vergleichen, der auf einem Ast sitzt und gerade diesen Ast absägt.“  Das ist schon seltsam“, sagt Beobachtungsposten Nr. 2.  Aber was ich noch viel seltsamer finde, ist daß sie sich gegenseitig umbringen. Ganze Völker metzeln sich nieder. Wer profitiert davon?Diejenigen, die Waffen an beide Seiten verkaufen? Sie machen auch an Tieren seltsame Versuche und quälen sie. Oder sie schlachten die Tiere und essen sie. Kannibalisch, nicht? Anscheinen denken sie nicht besonders logisch. Sonst würden sie doch wissen, daß wir alle Kinder Gottens sind und niemand das Recht hat, jemanden umzubringen oder zu quälen.“  Sie scheinen auch sonst nicht logisch zu denken“, meldet sich wieder Nr. 1.  Sieh nur! Sie gehen in prunkvolle Bauten, um zu beten und sie beten einen alten Mann im roten Gewand an, anstatt direkt zu Gott zu beten. Wenn sie einmal genau nachdenken würden, würden sie merken, daß man zu Gott überall beten kann.“ Nr. 2 fährt fort:  Es ist bei ihnen auch so, daß ein kleiner Teil ihrer Bevölkerung sehr viel zu essen hat und die Nahrung teilweise vernichtet, um den Preis stabil zu halten, wie sie sagen. Ein anderer Teil stirbt vor Hunger...“

An dieser Stelle steigen wir aus der Geschichte aus, denn es kann gut sein, daß die beiden die Erde noch mehrere Stunden besichtigen. Dann werden ihnen noch viele unlogische Dinge begegnen. Doch diese Zeitung hat leider nur vier Seiten...!
  



 

Der Papst kam nach Paris  - Aber nicht allein...!

Es kamen auch 70 junge unerschrockene Urchristen und verteilten einen Handzettel mit diesem revolutionären Text:
 
Papst   NEIN!   Jesus  Christus   JA!

ABER WARUM . . ? Was wollten wir mit den Handzetteln sagen?
Jesus sagte vor 2000 Jahren „folget mir nach!“ und „Ihr sollt nur Einen euren Vater nennen, unseren Vater im Himmel!“ - Wir brauchen also keine Mittler und erst recht keinen Papst, denn wir wollen Christus nachfolgen und uns nicht nach Menschen richten.

Unsere Redaktion war live vor Ort!
Reaktionen der Jugendlichen in Paris:
 
 
 
 
»Der Papst ist für mich ein Vorbild -  
     und ich brauche ein Vorbild.« 
 
 
»Ich habe den Papst jetzt gesehen, aber glücklicher bin ich deswegen nicht! Aber dafür hatte ich eine Woche Paris für 60 DM - gesponsort von unserer Kirchengemeinde...« 
»Ich denke so wie ihr, wer seid ihr? Was macht ihr?« 
 
 
»Wir sind vom Treffen total enttäuscht. Wir hofften auf Antworten auf unsere Lebensfragen, bekamen aber nur Floskeln zu hören. Das hätten uns viele »normale« Leute besser beantworten können!« 
 
 
»Du willst direkt zu Christus beten, ohne Papst? Das ist ja Exorzismus!« 
(Wir finden: Dieser Ausspruch sollte uns zu denken geben!)
 
 
»Papst nein! - Ja, das nehm’ ich gerne.  
    Und euer Zettel ist super, macht weiter«
 



REVO - LIVE - INTERVIEWS:


REVO: Wie stehst Du zur Kirche?
Passantin aus Deutschland: „Ich glaube an Gott, bete auch ab und zu für mich alleine; in die Kirche gehe ich selten.“
REVO: Glaubst Du an die Unfehlbarkeit des Papstes? Glaubst Du, daß er ein Stellvertreter Gottes ist, von Gott in sein Amt berufen?
Passantin: Nein, er ist ein Mensch und nicht unfehlbar! Er ist nicht von Gott in sein Amt berufen worden. An den Papst glaube ich nicht!“ REVO: Jesus war ein armer Mann. Glaubst Du, er hätte sich so wie der Papst feiern lassen?
Passantin: „Nein, er würde auch heute zu den Randfiguren gehören, er wäre wahrscheinlich ein Tramper und mehr bei den Armen.“
REVO: Was ist für Dich der Sinn des Lebens? Wie siehst du dich in 30 Jahren?
Passantin: „Puh, auf jeden Fall will ich mir meine Offenheit bewahren, denn ich glaube, daß ich schon recht offen und tolerant bin. Nächstenliebe ist auch wichtig und Hilfsbereitschaft! Da will ich mich verbessern.“


REVO: Ist der Papst unfehlbar?
Gabriel, Priester aus Senegal: „Der Papst ist nicht unfehlbar. Das glaube ich nicht. Aber ich glaube, daß er kompetent in Glaubensfragen, also da unfehlbar ist. Er ist ein Stellvertreter Gottes. Von Gott ist sein Amt berufen.“
REVO: Glaubst Du, Jesus würde sich auch so feiern lassen?
Gabriel: „Es würde mir gefallen, wenn der Papst etwas ärmer wäre!“
REVO: Was würdest Du als Papst anders machen? Gabriel: Ich würde die Messe mehr nach der Kultur des jeweiligen Landes richten, also zum Beispiel auch eine afrikanische Messe halten.“
 

 

Ethik & Moral

Die Jugendlichen in Deutschland sehnen sich nach ethisch-moralischen Werten. Das ergab eine Umfrage des Sozialpsychologen Gerhard Schmidtchen unter 5500 jungen Leuten. Er erstellte eine Statistik aus den Antworten auf folgende Frage:

Welche Werte sind Jugendlichen eigentlich noch wichtig? :          
 
West
Ost
Ehrlich zu sich selbst sein
 93%
94%
Höflich und zuvorkommend sein
 81%
 87% 
Verzichten können
82%
 84%
Die Zeit nutzen
 68%
82%
Anderen vergeben
79%
78%
Anderen nicht weh tun
78%
75% 
Sich durchsetzen
52%
70%
Ideale verwirklichen
64%
64% 
Eigene Bedürfnisse leben
59%
 60%
Wohlstand nicht überbewerten
 57%
 55%
Nicht Gleiches mit Gleichem vergelten
55%
43%
   
       
„Was mich am meisten beeindruckt, ist die Moralsehnsucht junger Menschen, ... !“, berichtet Schmidtchen. Eines ist klar: Würden die Werte auch echt gelebt werden, hätten wir eine bessere Gesellschaft! Wie sieht aber die Realität aus? Mord, Krieg, Manipulation von Tieren und Pflanzen, Gewalt, ... Und im Persönlichen? Fragen wir uns doch selbst: Wie oft am Tag denke oder rede ich schlecht über andere Leute? Wie oft nutze ich jemanden für meine Zwecke aus? Wie oft neide ich meinen Freunden etwas? Und habe ich nicht gerade gestern meinem Partner mal wieder so richtig meinen Frust an den Kopf geknallt? ... Wo sind da unsere ethischen Werte geblieben? Geben wir zu: eigentlich sind wir doch alle noch ganz schön auf dem Ego-Trip! Oder anders gesagt: erst komme ich und dann kommt lange  nichts! 78% der Westdeutschen und sogar 89% der Ostdeutschen glauben, daß jemand, der ethische Werte lebt, in unserer Gesellschaft immer den Kürzeren zieht Nach dem Motto: Wer am meisten die Ellenbogen einsetzt, der kommt auch am besten weg.
Ja, da stellt sich die Frage: von wem sollen Jugendliche es auch anders lernen? Viele, die im Rampenlicht der Gesellschaft stehen, sprich Politiker, Bischöfe oder Filmstars, sind ja oftmals Vorbilder! Ethisch zu leben ist aber heutzutage absolut unmodern! Sind wir jetzt ausgeliefert da mitzuspielen und uns langsam zu Egozentrikern zu entwickeln? Oder lohnt es sich, höhere, also christliche Werte anzustreben? Jesus sagte vor 2000 Jahren: „Folget mir nach!“ Und er war gewiß keiner, der sich nach irgend jemanden gerichtet hätte. Er war ein Revolutionär, und er hat den Schriftgelehrten ganz schön seine Meinung gesagt. Er lebte nach dem Willen seines Vaters im Himmel. Er war ein unbequemer Zeitgenosse, weil er selbständig war und nicht das tat, was alle machten. Auch wenn ihn viele nicht verstanden, anderen sprach er direkt ins Herz. Er sprach das Gute im Menschen an, das, wonach sich auch heute jeder Mensch sehnt, wie ja auch die Umfrage zeigt. Deswegen könnte man sich fragen: Will ich mein eigenes Leben in die Hand nehmen und so  leben, wie es mir wichtig ist, oder will ich mich in der Masse treiben lassen und  das machen, was alle tun? Warum bleiben wir nicht unseren eigenen Idealen treu? Folgen wir lieber Jesus nach und nicht irgendwelchen scheinheiligen Politikern, Päpsten oder Bischöfen, die zwar viel über das Gute reden, aber oftmals das Gegenteil tun! Fangen wir doch z.B. einmal im Alltag an. Wie fühle ich mich, wenn ich merke, daß die anderen hinter meinem Rücken über mich reden. Wenn ich mir das einmal vorstelle, mach ich bestimmt nicht mehr mit, wenn meine Klassenkameraden wieder über unsere Englischlehrerin herziehen. Ja, vielleicht kann ich sogar mal Gutes über sie sagen, daß sie jeden Tag die Blumen gießt, oder so ..." Oder ich versuche, das nächste mal eben nicht gleich stinksauer zu werden, weil Nicole mich nicht zur Party eingeladen hat. Ich frage mich lieber: Wo mache ich es ebenso (Balken im eigenen Auge)? Dann fällt mir ein, daß ich Steve auch vergessen hatte, eine Karte aus Tunesien zu schreiben, worüber er auch traurig gewesen war. Mein Frust wird schon kleiner, und ich kann Nicole verzeihen. Probiert's doch mal aus. Ihr merkt bestimmt: Wenn wir voll hinter dem stehen, was wir sagen oder tun, dann finden die anderen es oftmals auch gut, denn gerade wir Jugendlichen haben doch ein Empfinden für die Gerechtigkeit. Und das sollten wir uns bewahren. Denn wer sich über Jahre hinweg  nur nach dem richtet, was alle machen, der verliert mit der Zeit den Blick dafür, was gerecht und was ungerecht ist. Also, an alle, die auch so revolutionär denken: Halten wir uns nicht an die 89%, die meinen, es würde einem schaden, ethische Werte zu leben. Leben wir doch das, wonach sich alle sehnen! Und wenn wir uns auch zuerst alleine fühlen - was wir von Herzen tun, spricht auch wieder andere Herzen an. Vielleicht ist es dann ja bald „in", höhere Werte anzustreben.
   



Schon mal mit einem Propheten gesprochen? Nein?
Lies das Blatt der Wahrheit »Der Jugendliche und der Prophet« Hier ein Auszug:

Sieh das Leben Jesu, vergegenwärtige Dir den spontanen, dynamischen jungen Mann,
der mit Seinen Aposteln auf den staubigen Straßen umherzog und die Frohbotschaft der Liebe Seines Vaters verkündete, der unter dem Sternenzelt zu hause war, der in jedem tier, in jeder Pflanze Gottes Walten sah, der Seine Apostel, Jünger und Jüngerinnen in den feinsten Gesetzen des Alls unterwies, der unter dem Baum saß und sie belehrte, der auf dem Felde stand und Tausenden die Frohbotschaft des Lebens verkündete, die Bergpredigt, der mit einigen Aposteln in das Boot stieg und auf den See Genezareth hinausruderte,
Jesus, der den damaligen Pharisäern und Schriftgelehrten, den Heuchlern, ordentlich die Wahrheit sagte. Jesus war also kein Brimborium-Verwalter - Er verkörperte die Spontanität Inneren Lebens.
Betrachtet man heute die kirchlichen Amtsträger mit ihren Titeln und »Würden«, mit ihren Talaren, Gewändern und ihren Kirchenbauten, so müßte eigentlich ein jeder sagen: Hier stimmt etwas nicht.
Dort der schlichte Jesus von Nazareth, der Gottessohn und hier die »amtlichen Würden-träger«, die mit »Würde« etwas vertreten, das Jesus nicht gelehrt hat.
So, wie sie sind, war Jesus nicht. So, wie sie lehren, reden, handeln und letztlich leben, entspricht es nicht der Lehre des Jesus von Nazareth.
In gewisser Weise darf auch ich (der Prophet) unabhängig vom Alter, diese spontane, ewige Gotteskraft spüren, die innere ewige Jugend, die Frische des Geistes, das Leben, das einmalig ist. Jeder, der mehr und mehr sein Allzumenschliches ablegt, gleichsam mit der Hilfe Christi opfert, und mehr und mehr tut, was Gott will, erschließt die lebendige Quelle der höchsten Kraft in sich, die ewig frisch und klar und jugendlich ist.
Denn Jesus sagte uns:  Folget Mir nach! Folgen wir Ihm nach, dann tun wir, was Gott  will, und wir erleben in uns, an uns und durch uns ähnliches wie unser Vorbild Jesus, der  Christus.
Du brauchst also gar nicht viel von Gott zu reden. Tue, was uns Jesus geboten hat, und bejahe den spontanen, jungen Mann, Jesus von Nazareth, dann erlangst du Freude, zu tun, was Gott will. Dann bist du kein Nachahmer mehr, kein Brimborium-Anhänger, sondern der spontane Jugendliche, der in seinen Gedanken und in seinem Verhalten immer wieder Gott die Ehre gibt, indem er fragt: Wie hätte sich Jesus in diesen und jenen Situationen verhalten, was will Er mir in meinem Verhalten, durch meine Gedanken, durch meine Wünsche sagen?Lieber Bruder, blicke nicht auf den antiquierten Gott, den die kirchlichen Amtsträger lehren, sondern lasse Christus in dir auferstehen! Er, Jesus, der junge Mann, will dein  Begleiter sein. Gott ist also nicht nur für ältere Menschen. Gott ist für die Jugend, Gott ist für die sogenannten Erwachsenen, Gott ist für ältere Menschen. Gott ist immer gegenwärtig und schenkt sich immer ganz. Erfahre und erlebe Ihn, indem du Jesus nachfolgst, und du hast  den besten Freund an deiner Seite.
  




Briefe an die Redaktion

Grüß Gott, Ihr lieben Menschen! Mit Interesse habe ich das Blatt Der Revolutionär Christus gelesen. Die Gedanken darin finde ich sehr wichtig für die Menschen. Ich möchte noch mehr darüber erfahren und bitte deshalb um die Zusendung des Heftes „Der Jugendliche und der Prophet“. Für Eure Mühen um dieses Thema danke ich Euch allen. Es ist wunderbar, für dieses Ziel sich einzusetzen. Gott schenke Euch die Kraft, für dieses Ziel zu arbeiten.
 
D. L., Bergrheinfeld
 

Liebe Redaktion! Zufällig sah ich Eure Zeitung im Zug liegen. Die Zeitung ist wirklich ansprechend gestaltet und in der Wortwahl sehr lebendig. Das gefällt mir. Sie nennt sich unabhängig. Doch ist sie auch frei? Das heißt, steht ihr auch anderen „Revolutionären“ in der Evolution des Spirituellen auf der Erde so interessiert und offen gegenüber? Es gab da Laotse, Buddha, Zarathustra, Mohammed, Konfuzius, Guru Nanak, Sokrates, Krishna, Rama, ... und viele, viele mehr. Sie alles sagten das gleiche, hatten die gleiche Botschaft. Das Problem ist nur, daß die Menschen sofort eine Religion gründeten, um im Namen dieser großen Persönlichkeiten das Gegenteil von eben diesen zu tun! Sehr gut gefällt mir, daß ihr anregt, über Erfahrungen zu schreiben, denn die Erfahrung ist ja das einzige, das wirklich zu einer Erkenntnis und zur Erleuchtung führt. Ich verbeuge mich vor allen Suchern der Wahrheit.

L. Z., Pernitz, Österreich
 
  



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