Ausgabe Juni/Juli 1998     
 
 
Artikel
    Was ist Dir Dein Leben wert?
    Leben oder gelebt werden?
    Schritte im Alltag - zur Entfaltung höherer ethisch-moralischer Werte
    Prüfungsangst???
    Wer ist eigentlich der »Liebe Gott«?
    Gott spricht zu allen Menschen!
    Aus dem Leben eines Serienkillers - Zehn Gebote für Anfänger und Fortgeschrittene
    Der revolutionäre Pressespiegel: Eine »Mordsgeschichte«
    »Hey, du Schwein, was ist dein Leben wert?« - Beobachtungen einer Tierärztin
    Aufgepaßt! Gen-iale Gehirnwäsche
    Post von Euch: Briefe an die Redaktion
 

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Was ist Dir Dein Leben wert? 

Was ist ein Leben wert? Nichts? Alles? Einen Pfifferling? Mit der Spitzfindigkeit eines Detektivs und der Genauigkeit  eines Buchhalters wollen wir dieser Frage heute nachgehen:

Unsere  Spurensuche beginnt da, wo bei anderen der Spaß aufhört: beim Geldbeutel. Denn um dem Wert einer Sache beizukommen, wird ja heute bekanntlich erst einmal die Geldsumme betrachtet, die diese  Sache einbringt.

Also: Wieviel kostet ein Leben? Wieviel bezahlen wir dafür?

--   Ablösesumme für Fußballspieler: mehrere Millionen DM
--   Preis für einen Sklaven im Sudan: umgerechnet 150,- DM
--   Verkaufswert der Organe eines gesunden Menschen: Niere  ca. 100.000.-, Herz ca. 100.000.-, Leber  ca. 200.000.- DM
--   Preis für ein 4 qm großes Grab  in Tokio: 40.000,- DM/ Jahr
--   Auslösewert für Todeskandidaten im Gefängnis in Missouri: Spende eines ihrer Organe
--   Preis für eine weiße Frau im Oman: ca. 50 Kühe

Gar nicht schlecht, was? Nun hat diese Recherche zugegebenermaßen ein paar kleine Mängel - denn schließlich hat nicht jeder das Glück, ein gefragter Fußballspieler zu sein.
Also zur Sache: Was ist mein Leben wert,  also das Leben von _______________? (bitte hier deinen eigenen Namen einsetzen)
Um dir die Antwort etwas zu erleichtern, schnell ein kleiner Fragebogen zum  Ausfüllen: Also, Bleistifte gespitzt und los!

1) Wieviele Kamele würde ein Araber für dich bezahlen?_____

2) Wieviel Lösegeld würden potentielle Entführer für dich verlangen? _____________________

3) Wieviele Glückwunschkärtchen bekamst du zu deinem letzten Geburtstag? _____________

Damit wäre also unsere Ausgangsfrage  »Was ist Dein Leben wert?« hinreichend beantwortet - und Du kannst auf Seite 2 der Zeitung weiterlesen!

Wie bitte? Du findest unsere Recherche nicht ganz ausreichend? Du findest, es gibt noch andere Werte als Kamele, Geld und Glückwunschkarten?

Okay, dann setzen wir die Spurensuche nach dem Wert des Lebens noch etwas fort:

Interessant ist, daß wir unseren Wert oftmals von anderen abhängig machen: Ich fühle mich zum Beispiel wertvoll, wenn ich von bestimmten Leuten gemocht werde und anerkannt bin. Oder ich fühle mich wertvoll, wenn ich in der Schule gute Noten habe oder bei der Arbeit vom Chef gelobt werde. Kann es das sein?
Eines ist uns bei unserer Untersuchung klar geworden: Um dem Wert meines Lebens auf die Spur zu kommen, muß ich mir erst einmal überlegen, welchen Wertmaßstab ich ansetzen will. Ist es der Wertmaßstab, den andere an mich ansetzen? Ist es der Wertmaßstab, den die Gesellschaft vorgibt? Oder setze ich mir eigene, höhere Maßstäbe für mein Leben?

Ein Maßstab, den viele  kennen, ist zum Beispiel die Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen: »Die Würde des Menschen ist unantastbar«. Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit gelten hier als hohes Gut. Doch wo fängt die Menschenwürde  und somit die Wertschätzung des anderen an? In der Politik?
Wir meinen: Wertschätzung fängt bei denjenigen Menschen an, die unmittelbar mit uns zusammen sind: Freunde, Mitschüler, Arbeitskollegen, Eltern.  Wie denke ich über den anderen? Wenn ich jemanden wirklich schätze, rede ich nicht schlecht über ihn. Ich lästere nicht, ich werte ihn nicht ab, ich lasse ihn nicht links liegen - sondern: Ich höre ihm zu, helfe ihm und bin ihm gut gesonnen.
Wird nicht unser Leben dann wertvoll, wenn die Welt durch uns ein kleines Stückchen reicher, ein kleines Stückchen besser wird?

Wenn wir, statt unsere Mitmenschen zu pisaken und an ihnen herumzunörgeln, uns versöhnen und den berühmten Balken zur Abwechslung einmal im eigenen Auge sehen?
Und noch etwas: Ist mir mein Leben etwas wert, dann nehme ich es selbst in die Hand und warte nicht, bis sich der andere, die Gesellschaft, Politik oder sonstwas ändert. Also: Ich fange an! Ich mache was aus meinen Talenten, lerne einen Beruf, der mir liegt und setze mir Ziele für mein Leben.

Zur Orientierung und Zielfindung kann es hilfreich sein zu fragen, was Gott uns vorschlägt, was Er uns als Wertmaßstab zur Lebensbemeisterung  anbietet. Er hat uns zum Beispiel die Zehn Gebote und die Bergpredigt gegeben. Aber nicht, um seine Lehre nur zu lesen und herunterzubeten, sondern damit wir sie TUN - und uns so zu wertvollen Menschen entwickeln, die an einer wertvolleren Welt mitbauen!
Du findest, das hat eh' keinen Wert? Probier's aus! Den Wert deines Lebens bestimmst allein du selbst!

Mehr dazu S.2: »Schritte im Alltag« und S. 3: »Leben eines Serienkillers«
 



Leben oder gelebt werden?

Eine Umfrage unserer Zeitung ergab: Viele Leute kennen das Ziel ihres Lebens nicht!
Das ganze Leben zu planen ist auch nicht so einfach, vielleicht nehmen wir uns erst einmal die nächsten fünf Jahre vor und überlegen uns: Was will ich erreichen?

1. Privat: Wie will ich mich verhalten und verändern? Wie will ich überhaupt leben? Will ich heiraten, Kinder haben oder Single sein? - Wichtige Überlegungen! Sonst sitzen wir auf einmal mit fünf Kindern im Eigenheim in Hamburg und wollen eigentlich mit einer Freundin in einem Bauernhaus in Ostfriesland wohnen. Wenn das unser Ziel war, werden wir in dem Eigenheim in Hamburg niemals glücklich! - Hey, lacht nicht - so etwas kann passieren!

Deswegen schnell zu Punkt 2: Was will ich beruflich erreichen? Was will ich lernen? Es nützt nämlich nichts, wenn ich Floristin werde, nur weil mein Papa es so wollte! Niemand wird so glücklich: Ich nicht, weil es mir nicht entspricht, und der Papa auch nicht, wenn es merkt, daß  mir die Freude und Motivation dazu fehlt. Also:

--   Was will ich lernen?
--   Welche Fähigkeiten habe  ich jetzt schon?
--   Welche Fähigkeiten will ich weiter ausbauen?

Diese schreibe ich mir auf und überlege, was ich alles erlernen möchte. Das gehe ich Punkt für Punkt an. Ihr werdet sehen: es ist ein befreiendes Gefühl!

 
 



Schritte im Alltag
zur Entfaltung höherer ethisch-moralischer Werte

Auszüge aus dem Heft
Der Prophet Nr. 10: »Der Jugendliche  und der Prophet«

Bemühe dich, deinen
Mitmenschen zuzuhören, und versuche, ihnen eine ehrliche Antwort zu geben. Nimm dich im Gespräch nicht so wichtig. Sei kein Besserwisser, sondern überlege, ob du den Fragen wirklich gewachsen bist und mit einer Antwort helfen und dienen kannst.

Bist du in der Schule
oder im Beruf, dann mache keine Witze über deine Lehrer oder Lehrerinnen oder Vorgesetzten, auch nicht über deine Mitschüler und deine Kollegen. Willst du, daß sie sich über dich lustig machen?

Sende deinen Mitmenschen keine haß- und neiderfüllten Gedanken, denn du selbst willst auch nicht, daß andere dir dies antun.

Laß  deinen Mitmenschen die Freiheit. Zwinge sie nicht, das zu tun, was du möchtest oder selbst tun könntest.

Dringe nicht in den Tempel, in die Sphäre deines Nächsten ein, indem du ihn ändern möchtest, so wie du glaubst, daß er sein müsse. Ändere du dich und gewinne Achtung vor deinem eigenen Leben, dann gewinnst du auch Achtung vor deinen Mitmenschen.

Behandle Tiere, Pflanzen, ja die ganze Natur gut, also ähnlich, wie du behandelt werden möchtest. Denn alle Formen der Naturreiche fühlen und empfinden, weil sie in sich das eben tragen, das Fühlen
und Empfinden.





Prüfungsangst???

6 Uhr... der Wecker! Natürlich bin ich schon lange vor ihm wach. Habe eh’ die halbe Nacht nicht geschlafen. Seit dem Ins-Bett-Gehen belästigt mein Gehirn dieses eine Thema: P r ü f u n g!
Auch durch das Aufstehen wird es nicht besser. Selbst ins Bad, wohin ich mich nun wirklich am liebsten allein begebe, verfolgt es mich alptraumartig. Zum Frühstück quäle ich mir mit Müh' und Not ein halbes Brötchen rein... mehr geht einfach nicht. Die Versagensängste vor  der Prüfung steigen minütlich. Obwohl ich eigentlich alles gelernt habe, beschleicht mich das abartige Gefühl, mein Kopf könnte ja ein Loch haben- naja, zumindest ist irgendwie alles weg. Ich degeneriere zusehends zur mitleidserweckendsten Kreatur auf dieser Erde...

Muß es eigentlich jedesmal so weit kommen? In dem Buch »Liobani« steht: »Angst ist ein Mangel an Vertrauen zu Gott«. Das bedeutet also, je mehr ich Gott vertraue, um so weniger Angst muß ich haben. Logisch, denn Gott ist ein liebender Vater. Er läßt uns, sein Kinder, nie allein - auch nicht in einer Prüfung! Ich lese weiter, und finde ein paar interessante und total neue  Zusammenhänge:
Habe ich den Unterricht aufmerksam verfolgt, so haben die Gehirnzellen aufgenommen, was für die Prüfung wichtig ist.

Der gelernte Stoff wird aktiv, wenn ich das Göttliche in mir um Beistand bitte und die Prüfungsfragen bewußt  in mich aufnehme, sie also gewissenhaft Wort für Wort lese.
In jedem Wort ist bereits die Antwort und Lösung enthalten. Bejahe ich die helfende Kraft in mir, so kann das Göttliche die Gehirnzellen aktivieren, in denen das Wissen für die richtige Antwort gespeichert ist. Im Oberbewußtsein formt sich dann die Lösung der Prüfungsaufgabe.

Das ist auf jeden Fall einen zweiten Versuch wert: 6 Uhr... der Wecker! Da ich gestern ruhig ins Bett gegangen bin und Gott , meinen Vater, um Beistand für den heutigen Prüfungstag gebeten habe, konnte ich gut schlafen. Natürlich kreisen meine ersten Gedanken jetzt um die bevorstehende Prüfung. Trotzdem danke ich Gott für die Nacht und auch für den kommenden Tag. Nach einem leichten Frühstück mache ich mich auf den Weg. Ich bemühe mich, ganz ruhig zu bleiben. Auch von meinen Mitprüflingen lasse ich mich nicht aus der Ruhe bringen. Ich weiß: Gott, mein innerer Helfer ist bei mir!

Buchtip: Liobani Bd.III, Verlag DAS WORT, 0931/3903-235
 

 


Wer ist eigentlich der»Liebe Gott«?

 
Hast du schon mal den Lieben Gott gesehen? Nein -  nicht den, der als alter Tattergreis auf einer Wolke sitzt und tatenlos zusieht, wie wir die Erde kaputtmachen! Auch nicht den, dem der »Münchner im Himmel«, Aloisius, sein wütendes »...Zefix, Halleluja!!« vorsingt, weil er nur Manna bekommt und kein Bier.Warum versuchen wir immer, den großen Geist Gottes auf unsere kleine Vorstellungswelt zu reduzieren?
 
Gott ist die positive Kraft in allem Leben, die Kraft, die das Universum bewegt, die Planeten, das Meer und auch den kleinen Käfer.Natürlich - wir können heute alles mit den physikalischen Naturgesetzen erklären, aber sind diese nicht auch ein Teil der göttlichen Ordnung?Wir können Gott überall finden: Im guten Gefühl, wenn wir uns einmal selbst überwunden haben, im Lachen eines Menschen, in der Emsigkeit einer Biene.Wenn wir Gott als das Positive sehen, dann können wir ihn in jedem Augenblick erkennen:
 
»Ich bin alles in allem.
Schaue den Strauch an -
und du wirst Mich finden.
Hebe den Stein auf - und du wirst Mich finden.
Blicke zu den Gestirnen - und du nimmst
Mich wahr.
Schaue tief in den
Menschen
- und du findest dich
selbst und somit Mich, das Selbst in dir.
Betrachte das Tier -
und  du findest Mich.
Spüre den Wind - und du
 vernimmst Mich.
Betrachte den
Wassertropfen - und du
betrachtest dich in Mir.
Denn Ich Bin
das Leben in allem,
und du bist das Leben in allem,
und alles ist in Mir und
alles ist in dir.«
(aus: »Die großen kosmischen Lehren des Jesus von Nazareth«, Verlag DAS WORT, 0931/3903-235)
 



 


 
Und noch etwas, damit keiner einmal sagen kann, er hätte von nichts gewußt:
Gott spricht zu allen Menschen!

Und zwar  jetzt, hier und heute! Er spricht durch Prophetenmund zu uns,  weil wir verlernt haben, ihn in unserem Inneren zu vernehmen. Er ist unser liebender Vater, der seine Kinder nicht alleine läßt, vor allem dann nicht, wenn es in der Welt drunter und drüber geht. Wie zu allen Zeiten mahnt er uns zur Umkehr und zeigt uns den praktischen Weg auf, zurück in die ewige Heimat. Der Weg heißt: Erkenne, was du falsch gemacht hast, bereue es, bereinige es mit deinem Nächsten, mache es wieder gut und handle künftig anders, nämlich so, wie es einem Kind Gottes entspricht!

Gottesoffenbarungen, gegeben von der Prophetin der Jetztzeit, gibt es in Buchform, als Kassette oder als Radioübertragung. Info-Material anfordern über die Redaktion (Coupon S. 4).

Willst du mit Gott reden?
 
Dann brauchst du nicht in eine Kirche aus Stein zu gehen! Du brauchst keine auswendig gelernten Gebete aufsagen. Du brauchst auch keinen Pfarrer, um mit Gott zu sprechen.
Geh zu Ihm, wie ein Kind zu seinem Vater geht. Sprich mit Ihm ehrlich - frei heraus! Das ist das ehrliche Herzensgebet, der Beginn einer tieferen Kommunikation zu unserem Vater, der in uns wohnt.

 



 

 
Zehn Gebote für Anfänger und Fortgeschrittene:
Aus dem Leben eines Serienkillers 

Es gibt einigermaßen viele Menschen, die keine anderen Menschen umbringen. Das ist schön. Bisher dachte ich, daß  ich ebenfalls zu dieser ethisch hochstehenden Gruppe der Nichtkannibalen und Menschenfreunde gehöre. Ich habe mich geirrt. Erst gestern bin ich eines hinterhältigen Mordes überführt worden: Ich habe einen Freund abgewürgt. Kaltblütig abgewürgt, als er mir im Gespräch eine Idee unterbreiten wollte und ich ihn mit meinem Vorschlag übertrumpfen wollte. Genau genommen handelte es sich um einen Doppelmord: Erst den Freund abgewürgt und gleichzeitig die Atmosphäre vergiftet - denn nach meinem radikalen Auftritt hatte keiner der Anwesenden überhaupt noch Lust, irgendetwas zu sagen.
 
Zwar kann ich mit gutem Gewissen sagen, daß ich noch keinen Menschen durch eigenes Handanlegen hingerichtet habe. Aber verurteilt habe ich Tausende. Ich verurteile nicht im Gerichtssaal, sondern überall, wo sich die Gelegenheit  bietet: Auf der Straße, in der Schule, beim Einkaufen, im Restaurant, zu Hause... Kein Schauplatz ist für eine Verurteilung gänzlich ungeeignet. Die Vergehen, die zu einem Urteilsspruch meinerseits führen, sind: blöde Witze machen, zu spät kommen, Arroganz, viel reden, ein doofer Gesichtsausdruck,  ein unmöglicher Kleidergeschmack, eine krumme Nase. Begnadigung ausgeschlossen!
Meine Morde inszeniere ich dann wie folgt:
 
Nicht selten kommt es vor, daß ich versuche, eine vermeintliche Konkurrentin auszustechen, um  einen kleinen Posten oder zumindest die Gunst eines anderen zu erwerben. Das ist dann Mord aus dem Hinterhalt. Auch nehme ich durch meinen Überschwang manch' einem die Luft zum Atmen -  Tod durch Ersticken. Oder ich bringe meine Mitmenschen zur Weißglut - Tod durch Verbrennung. Oder ich lasse den anderen im Regen stehen, weil ich jemanden Interessanteres kennengelernt habe -  Tod durch Unterkühlung. Manchmal schicke ich auch unliebsame Zeitgenossen dahin, wo der Pfeffer wächst - womöglich Tod durch Malaria? Oder ich lästere über Nichtanwesende - Tod durch Rufmord.
 
»Du sollst nicht töten!« Gott gab uns in den Zehn Geboten eindeutig den Ratschlag, vom Töten Abstand zu nehmen. Warum eigentlich? Aus Schikane? Damit wir mit schlechtem Gewissen und im Sünderhemd herumlaufen? Oder nicht vielmehr, damit wir unser Leben besser meistern, unser Miteinander anders gestalten und überhaupt einmal lernen zu leben?
Probier es doch 'mal aus: Laß den andern leben! Laß ihm die Freiheit, sich so zu kleiden, wie es ihm gefällt. Laß seine Meinung gelten und denke mal drüber nach, bevor Du sie verwirfst.  Wenn man übt, den anderen zu achten, so wie er ist, sich öfter mal die  guten Seiten des anderen bewußt macht, dann wird das Leben um eben diesen Menschen reicher! Voraussetzung ist allerdings, daß ich mit mir selbst im Reinen bin, meine eigenen Macken kenne und auch meine guten Eigenschaften, meine Fähigkeiten und Talente. Wenn ich diese ausbaue, habe ich genug zu tun und muß nicht  am anderen herumdoktern oder irgendwelche Urteilsvollstreckungen inszenieren.
 
Und schließlich: Gott hat uns, seine Kinder, alle gleich lieb. Er macht keine Unterschiede. Er verurteilt uns nicht, weil wir einen komischen Klamottengeschmack haben und schickt uns nicht in die ewige Verdammnis, auch wenn wir uns hier auf der Erde noch so unmöglich aufführen! Halten wir's doch untereinander auch so!



Der revolutionäre Pressespiegel:
Eine »Mordsgeschichte«

Im Spiegel 23/98 steht ein langer Artikel zu dem Thema »Inquisition - Folter im Namen Gottes«: Innerhalb von mehreren Jahrhunderten wurden von den sogenannten »Vertretern Gottes« Hunderttausende von Hexen, Ketzern, Juden und Andersgläubigen auf Scheiterhaufen verbrannt, ermordet und ihr Hab und Gut wurde einbehalten. Der Vatikan hat nun seine Geheimarchive geöffnet, um sich im März 2000 von seinen Schandtaten zu befreien und reinzuwaschen.

Kommentärchen:
Es ist wirklich interessant: Obwohl es - mit Ausnahme  des Dritten Reiches - nur wenige  Vereinigungen gibt, die in Sachen Intoleranz und Vernichtung von Volksgruppen ähnliche ‘Erfolge’ erzielt haben, wie die Kirche, ist die Macht dieser Institution noch immer ungebrochen. Tausende Spiegel-Leser werden diesen Artikel mit großem Interesse gelesen haben und trotzdem weiterhin brav ihre Kirchensteuer zahlen.
Wie lange wird es noch dauern, bis auch die letzten Schäfchen erkennen, daß hier jahrhundertelang mit dem Prädikat »christlich« Etikettenschwindel betrieben wurde?
Daß sich dieser Verein noch christlich nennt, scheint tatsächlich niemanden zu stören.
Ach übrigens: Die Archive wurden nur bis zum Jahr 1902 geöffnet. Was danach noch alles »im Namen Gottes« getan wurde, bleibt vorläufig noch geheim....
 



 

»Hey, du Schwein, was ist dein Leben wert?«
Beobachtungen einer Tierärztin

Tiere, die zur intensiven Nutzung gehalten werden,  haben meist nicht das große Los gezogen:
 
Hühner sitzen zu zweit oder dritt in einem etwa DIN A3 großen Käfig, können sich also kaum umdrehen. Die Böden sind aus Draht, was ihnen Verletzungen und Verformungen an den Füßen verursacht.   Nach einigen Monaten ist das Tier vom ständigen Eierlegen ausgemergelt und wird  als Suppenhuhn »verwertet«.
 Schweine stehen zu mehreren in viel zu kleinen Boxen, oftmals auf  Spaltenböden, damit Kot und Gülle gleich durchfallen. Sie leben also ständig über einem Güllesee und atmen hohe Konzentrationen an Ammoniak ein. Der Boden ist feucht, glatt und glitschig, sie rutschen aus und ziehen sich Muskelrisse, Zerrungen und Gelenkserkrankungen zu. (Wer ist hier eigentlich das »Schwein«, das Tier oder wir?).
 
Jedes Steak und jedes Ei trägt also unendlich viel Leid in sich. Aber solange in Europa jeden Tag über 340 Millionen Eier verbraucht werden, wird es schwer sein, eine Lösung zu finden.
Was wäre eine Lösung im Sinne des Jesus von Nazareth? Er hat die Tiere nicht für seine Zwecke benutzt, sondern sie ebenso geachtet, wie alle anderen Lebensformen auch. Wie wäre es also mit einer anderen Art Beziehung zu den Tieren? Mit einer Art Freundschaft? Einen Freund achtet man.  Man lernt ihn kennen, versucht ihn zu verstehen, weiß, was er braucht, und so entsteht eine gute Verbindung.
 
Haben wir schon 'mal einem Tier  richtig in die Augen geschaut? Haben wir schon 'mal echte Zuneigung zu einem Tier gespürt? Diese Zuneigung steht jedem Tier zu! Denn alle Tiere sind unsere Mitgeschöpfe, unsere Übernächsten, denen Achtung und Wertschätzung gebührt.

Mehr zu diesem Thema in »Du der Mensch, Du das Tier - wer hat höhere Werte?«, Verlag DAS WORT, Tel.: 0931/3903-235.
 
 



Aufgepaßt! Gen-iale Gehirnwäsche

Du glaubst, daß die  Medien nach bestem Wissen und Gewissen berichterstatten? Wir müssen dich leider enttäuschen: Kürzlich wurde die Propaganda-Strategie der Gen-Multis aufgedeckt:

Eine private PR-Agentur (Burson Marsteller) soll den Gen-Multies (Hoechst, Monsanto, Nestlé, Unilever, Danone...)  dabei helfen, die Akzeptanz von gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln in Europa durchzusetzen. Mit einem Aufwand von mehreren Milliarden US-Dollar bereiten sie eine gigantische Gehirnwäsche mit Hilfe der Medien vor. Die Strategie ist folgende (raum&zeit 91/98):
 
--   Vermeiden von Risikodiskussionen über gesundheitliche Gefahren der Gentechnologie
 
--   Herausstellen der »nutzvollen Eigenschaften« von gentechnisch veränderten Produkten wie  z.B. Schaffung von Arbeitsplätzen,  Lösung des Hungerproblems und vieler Umweltprobleme,  Heilung von Krankheiten, Verlängerung des Lebens, die Zeugung von gesunden Kindern usw...
 
--    Gefühle ansprechen statt sachliche Informationen zu liefern: In Zusammenhang mit Gentechnik sollen künftig Hoffnung, Zufriedenheit, Fürsorge und Selbstachtung suggeriert werden.
 
Also:
Augen auf und aufgepaßt! Lassen wir uns nicht verschaukeln und auch nicht manipulieren!   Wenn wir durch ein Leben nach den Gesetzen Gottes  Zufriedenheit, Selbstachtung und Weitblick entwickeln, dann gehen wir der Gen-Lobby und anderen Meinungsmachern nicht  auf den Leim!

 
 




Post von Euch

Vielen Dank für die  vielen Briefe, Coupon-Bestellungen und Anregungen! Wir haben uns total gefreut! Alle Briefe können wir logischerweise aus Platzgründen  nicht abdrucken - sorry! Also, wir freuen uns auch weiterhin auf viel Post von Euch!

»Hallo! Heute haben wir in einer Fußgängerzone eine Ausgabe Eurer Zeitschrift »Der geistige Revolutionär Christus« bekommen. Wir haben sie mit viel Interesse gelesen und finden manche Aspekte durchaus gut. Auch finden wir die Bergpredigt genial, allerdings sehen wir sie in einem ganz anderen Zusammenhang. Für uns ist die ganze Bibel maßgebend. Es kann ja wohl nicht in seinem Geiste sein, sich nur einen Teil seiner Worte herauszupicken und den Rest einfach zu unterschlagen.  Und von Gebet und dem Reden zu Gott haben wir in eurer Zeitschrift nichts gelesen.«
Andrea & Eva, 17 J.,  Heilbronn

Anm. der Redaktion: siehe  »Willst du mit Gott reden?«
 
»Ihr wollt feedback? Die Zeitung hat ganz schön zugelegt. Die äußere Aufmachung ist mir allerdings noch zu pastellfarben, könnte knalliger, poppiger sein.  »Gott ist aus der Kirche ausgetreten« - das Thema ist wirklich gut  aber warum bringt ihr nicht mal ein einen Aufmacher aus den Bereichen Sex, Drogen, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Ausländerfeindlichkeit...?«
Joachim  aus Arnstein

»Ich habe gedacht, ich könnte euch mal erzählen, wie es mir beim Kurs »Urchristliche Bewußtseinserweiterung« gegangen ist: Ausschlaggebend für den Beginn des Inneren Weges war für mich, daß ich Leute kennengelernt habe, die diesen Weg gehen. Beeindruckt habe ich in Gesprächen von der grenzenlosen Liebe Gottes erfahren und von Christus, unserem Erlöser, der in allem ist, also in allen Menschen, Tieren, Pflanzen und Mineralien. Mit dieser Liebe bin ich auch behandelt worden, was mir das Herz geöffnet hat. Ich habe an mir selbst erfahren, was selbstlose Liebe bewirken kann und habe mir vorgenommen, diese auch weiterzugeben.«
Kathrin aus Basel

»Ich gehöre altersmäßig zu den Grufties, wenn nicht bald schon zu den Komposties und freue mich, den »Revoluzzer« lesen zu dürfen. Ich bin dankbar für die konkreten Informationen, die ich in anderen Zeitungen nicht erfahre! Wenn ich nicht schon vor Jahren aus der Kirche ausgetreten wäre, ich würd's am liebsten noch mal tun!«
Sigrid aus Hamburg

»Ich gratuliere herzlichst zum 1-jährigen! Das ist mein Eindruck von Eurer Zeitung: ehrlich, engagiert, mutig, praktisch, volksnah, logisch-einleuchtend, manchmal fast weise, sympathisch, frech, aus dem Herzen gesprochen... Ich kann nur sagen: Macht weiter so!«
Irmgard aus Esselbach

 
 



 

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