Ausgabe 10
Okt/Nov 1998
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Visionen
2000
Jippiiieh!
Ein Jahr noch und dann heißt es: ab die Post ins neue Jahrtausend!
Wir werden den Sprung ins Wassermannzeitalter
live miterleben und wissen dank New Age und der Bildzeitung, was das
heißt: Veränderung! Der globale Quantensprung
steht bevor, der Klimakollaps, die Bewußtseinserweiterung
der Menschheit oder unsere Ausrottung - je nachdem - doch eins ist klar:
nichts wird so bleiben, wie es war!
Um dies festzustellen, braucht es
allerdings weder den Gregorianischen, noch den astrologischen Kalender,
noch eine besondere seherische Gabe. Schon unser gesunder Menschenverstand
sagt uns: Bäume wachsen, Obst verfault, die Miete wird teurer,
das Konto leerer und auch der Schnee schmilzt irgendwann wieder. Und
die Sterne, von denen man einst glaubte, sie stünden still am Himmel,
fegen als Galaxienknäuel mit Höchstgeschwindigkeit durchs
All. Also: fest steht, daß nichts feststeht - so auch der Zustand
der Menschheit nicht, wenn wir das neue Jahrtausend betreten. So weit,
so logisch. Interessanter ist nun die Frage: Wohin geht die Reise? In
welche Richtung bewegen wir uns: Aufwärts oder abwärts? Kommt
das geeinte Europa oder werden wir uneinig von einem Kometeneinschlag
fortgepustet? Werden die Klimagipfelstürmer es schaffen, den Treibhauseffekt
zu verringern oder werden wir bald alle blind - so wie Hasen in Neuseeland
es durch die UV-Strahlung jetzt schon sind? Kommen die ersehnten Steuererleichterungen
oder steuern wir in eine nie dagewesene Wirtschaftskrise? Und wie betreten
wir ganz persönlich das Jahr 2000? Krank
oder gesund, glücklich oder mit Sorgen? Arbeitslos oder
als Gewinner? Allein oder gemeinsam?
Du meinst, um diese Fragen zu beantworten,
muß man Wahrsager, Klimaforscher oder Politiker sein oder zumindest
Philosophie studieren? »Jeder ist seines Glückes Schmied«,
»Wie man sich bettet, so liegt man«, »Wie man in den
Wald ruft, so schallt es heraus«, sagt der Volksmund.
Das heißt: Was das Morgen bringt
- sei es für uns persönlich oder für die ganze Spezies
»Mensch« - das bestimmen allein wir selbst, und zwar mit
unserem Verhalten HEUTE! Wollen wir also wissen, welches Gesicht das
neue Jahrtausend haben wird, müssen wir unsere eigene Fratze einmal
unter die Lupe nehmen. Wenn wir die Natur rücksichtslos ausbeuten,
brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Natur mit Überschwemmungen,
Klimazusammenbruch und Wüstenbildung antwortet und wenn immer mehr
Menschen ihren Lebensraum verlieren. Wenn wir die Tiere in Tierversuchen
quälen, müssen wir uns nicht wundern, wenn kleine Tierchen
in Form von Bakterien den Menschen zusetzen und uns Krankheiten bescheren.
Und wenn wir auf dem Ego-Trip sind, ständig nur auf unseren Vorteil
bedacht, müssen wir damit rechnen, irgendwann ebenfalls übervorteilt
zu werden und vom großen Kuchen nur ein kleines Stück oder
gar nichts abzubekommen. Man muß also kein Gelehrter und auch
kein Sternendeuter sein, um die Zukunft voraussagen zu können.
Man könnte ganz einfach einmal die Lehre des Jesus
von Nazareth zur Hand nehmen: »Was Du säst, das wirst
du ernten«. Das Gesetz von Saat und Ernte, von Ursache und Wirkung,
ist den Menschen schon mindestens 2000 Jahre bekannt, wurde aber
verhängnisvollerweise von den sogenannten »christlichen«
Kirchen verdrängt. Wollen wir also wissen, was wir
im neuen Jahrtausend ernten werden, müssen wir einfach die Saat
begutachten, die wir heute einsäen oder gesät haben. Und wer
daran interessiert ist, eine gute Saat zu säen, aber nicht weiß,
wie er das machen soll, der fragt besser nicht seinen Pfarrer, sondern
schaut mal in den Zehn Geboten oder in der Bergpredigt nach. Dort sind
die praktischen Tips für den Alltag, wie zum Beispiel: »Was
Du willst, das Dir die Leute tun, das tue Du ihnen zuerst.«
oder »Ziehe erst den Balken aus Deinem eigenen Auge, bevor Du
Dich daran machst, den Splitter aus Deines Bruders Auge zu ziehen.«
- also: immer hübsch erstmal vor der eigenen Haustüre kehren,
dann wird das neue Jahrtausend nicht nur Müll bescheren, sondern
kann der Beginn eines neuen Zeitalters mit höheren ethischen
Werten sein.
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Vision 1:
Terraforming ist die Umgestaltung
der Atmosphäre eines Planeten, so daß dort menschliches
Leben möglich wird. Dies geschieht mit physikalischen oder
chemischen Mitteln, z.B. durch chemische Bomben, die bestimmte Reaktionen
in Gang bringen sollen, z.B. Wasserdampf aus der Atmosphäre
zu Seen am Boden kondensieren.
Fazit: Das ist Wegwerf-Konsum
in großem Stil! Nachdem wir die Erde kaputt gekriegt haben,
muß was Neues her... Die räuberischen Kolonialherren
sind wieder unterwegs. Voraussichtlich erstes Ziel: der Mars. Film-Tip:
»Startreck« |
| Vision 2: Bio-Suizid. Durch
die andauernde Verseuchung von Grund- und Trinkwasser mit Antibiotika,
Psychopharmaka und Antibabypillen-Hormonen wird die Menschheit lethargisch
und am Ende unfruchtbar. Fazit: Sie geht den Weg, den die Dinos
vor Jahrmillionen gegangen sind und den heute 250 Tier- und Pflanzenarten
täglich (!) gehen: Sie stirbt aus. Zusätzlich geht sie
in die Geschichte ein - als dümmstes Säugetier, weil sie
sich selbst ausgerottet hat. |
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Vision 3: Atomkrieg. Der atomare
Super-GAU ist allen seit Tschernobyl geläufig. Daß evtl.
das sogenannte »Jahr-2000-Problem« (ein Fehler in Computerbetriebssystemen)
ausreicht, um weltweit alle Computer zum Jahreswechsel 1999/2000
Amok laufen zu lassen, macht westliche Verteidigungsexperten besorgt.
Dies könnte verheerende Folgen haben. Der russische Verteidigungsminister
sagte sinngemäß: »Jahr-2000-Problem? Hat das nicht
was mit Computern zu tun?«
Fazit: Durchgeknallte Militär-Computer
entfesseln am 1.1.2000 weltweit die geballte Zerstörungsenergie
der Atombomben und besiegeln damit die Endlösung der Kernenergie-Frage. |
Vision 4:
GENormte Welt. Das Genmaterial
allen Lebens wird von Gen-Tech-Konzernen monopolisiert. Sie entwickeln
den optimalen Menschen, der dann einfach geklont werden muß.
Blaue Augen und blonde Haare werden beim Babywunsch angekreuzt und
kostenlos dazugeliefert. Natürliche Fortpflanzug ist verboten!
Was dabei alles rauskommen kann... eine Katastrophe!
Fazit: Hurra, das ist die Schöne
neue Welt! Filmtip dazu: »Gattaca« |
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Vision 5: Komet. Die Erde wird
von einem großen Kometen gestreift, wodurch Riesenflutwellen,
Erdbeben und Vulkantätigkeit ausgelöst werden. Wer nicht
unterirdisch Zuflucht findet, wird verbrannt, ersäuft, verschüttet.
Fazit: Schnell noch einen Bunker
bauen, vielleicht ist man zur Stunde X gerade zuhause. Filme dazu:
»Armageddon« und »Deep Impact« |
Vision 6: Tiefsee-Station Die
Zukunft liegt im Meer! Weil der Lebensraum auf den Kontinenten zu
knapp wird, werden die Meere in Unterwasser-Städten besiedelt.
Auf dem Meeresboden werden Plankton und Salzwasserweizen angebaut.
Energiegewinnung erfolgt durch Anzapfen der Erdwärme.
Fazit: Nachdem alle Wale wegen
Orientierungslosigkeit durch Radarwellen an irgendeinem Strand gestrandet
sind, ist ja unter Wasser genug Platz.
Musik-Tip: »Yellow submarine
« |
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Vision 7: Sintflut. Durch den
Treibhauseffekt schmelzen die Eiskappen an den beiden Polen. Zusätzlich
tauen alle Gletscher auf, z.B. Himalaya. Zu allem Überfluss
drückt im Pazifik eine riesige Erdscholle nach oben und hebt
den Meeresspiegel enorm an.
Fazit: Freischwimmer-Abzeichen
ist Mindestanforderung. Noah baut seine zweite Arche - sofern er
noch ein paar gesunde Bäume finden kann - und lädt alles
ein, was nicht niet- und nagelfest ist, bzw. rechtzeitig angeschwommen
kommt.
Film-Tip: »Waterworld« |
Vision 8: Cyber-world. Im Cyber-Restaurant
gibt es virtuelle Leckerbissen zum Sonderpreis und für wirklich
jeden Geschmack! Von ordinären Pommes bis zum edlen Festmahl
bekommen Sie alles, was der virtuelle Gaumen begehrt. Natürlich
werden Sie von den imaginären Früchten am Bildschirm nicht
satt, dafür aber auch nicht dick. Hauptsache, es schmeckt Ihnen
in Ihrer Vorstellungswelt.
Im Cyber-Sport spielen die Mannschaften
so, wie Sie es wollen. Küren Sie Ihren Pokalsieger, indem Sie
die Spieler einfach austauschen. Dopen Sie, wen Sie wollen, verteilen
Sie rote Karten oder bestechen Sie den Schiedsrichter. Im Cyber-Sport
bestimmen Sie die Regeln! |
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Gottes
Wort um das Jahr 2000
Auszug aus
einer Christus-Offenbarung
durch die Prophetin
unserer Zeit:
»Die Propheten Gottes im Alten
Bund und alle Propheten Gottes und erleuchtete Männer und Frauen
in den zurückliegenden zweitausend Jahren warnten immer wieder
die Menschheit vor ihrer eigenen Saat und riefen zur Umkehr auf. Die
Masse der Menschen jedoch lebte und lebt weiter in der Sünde und
tanzte und tanzt weiter um ihr goldenes Kalb: um ihr Ich, das nach Mein,
Mir und Wohlleben trachtet. Die Mahnungen erfüllen sich. Die Menschheit
steht in der sogenannten Endzeit. Erkennet: das Wort »Endzeit«
meint nicht das Ende der Materie, das Ende des Erdplaneten, sondern
das Ende all dessen, was wider Gott ist: Der Materialismus geht
zu Ende.
So, wie ganz allmählich das
Friedensreich auf der Erde entsteht, werden sich ganz allmählich
auch große Teile der Materie verfeinern, denn es steht geschrieben:
Ich mache alles neu. Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden entstehen,
und die Menschen werden in eine neue Zeit, die Lichtzeit hineinwachsen.«
Auf diesem Evolutionsweg hin zu
lichteren und feineren Formen wird sich alles mehr und mehr vergeistigen
- bis hin zur Lichtstofflichkeit, zur feineren Materie. Denn die Menschen
der Neuen Zeit werden das Licht in und auf der Erde vermehren und durch
ihr geistiges Leben die Erde und das gesamte Sonnensystem weiterhin
in der Schwingung anheben. Ist dann das Friedensreich auf der feineren
Materie, der lichtstofflichen Erde, erstanden, wird auch eine andere
Sonne scheinen.
Aus »Das ist Mein Wort - Alpha
und Omega, Das Evangelium Jesu - Die Christusoffenbarung, welche
die Welt nicht kennt«, ISBN 3-89371-220-8, Verlag DAS WORT, Tel.
09391/504-135. Kostenlose Leseprobe!
Der
Feldzug der Schlange und das Wirken der Taube
Worum geht's?
Wir leben in einer Zeit, die apokalyptische
Züge trägt. Handelt es sich um die Zeitenwende, von der in
der Johannes-Offenbarung die Rede ist? - Eine faszinierende Zusammenschau
apokalyptischer Bilder früherer Prophetie und einer neuen Gottesprophetie
vermittelt ein brandneues und hochaktuelles Buch: »Der Feldzug
der Schlange und das Wirken der Taube - Die Gottesprophetie in
der Zeitenwende«.
Der Autor, Dr. jur. Christian Sailer,
wurde einer breiteren Öffentlichkeit durch Prozesse um staatliche
Großplanungen wie die atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf
und die Planung des Flughafens München II bekannt, wo er unter
anderem erfolgreich die Umweltorganisation Greenpeace vertrat. Vor zehn
Jahren begegnete ihm Unerwartetes: Er hörte davon, daß Gott
erneut zu den Menschen spricht, durch eine Prophetin. »Kann
das sein???« fragte der Skeptiker - und so heißt auch gleich
das erste Kapitel dieses absolut spannenden Buches.
REVO-TIP:
nix wie lesen!
Bezugsadresse: Verlag DAS WORT, Max-Braun-Str.
2, Tel. 09391/504-135
Radio-Tip:
»Der
Jugendliche und der Prophet«
Neue Sendereihe
von jungen Leuten für junge Leute.
Mal eben reingehört...:
»... Wenn ich das Wort »Prophet«
höre, dann reißt mich das eigentlich nicht so vom Hocker.
Ich muß dann sofort an Kirche, Bibel, Staub und fromme Sprüche
denken.« - »Ja denkst du denn, ein Prophet hat etwas
mit der Kirche zu tun? Dann bist du aber nicht auf dem neuesten Stand!«
- »Wieso?« - «Zum Beispiel Jesus von Nazareth, der
war auch ein Prophet und hatte mit der Kirche gar nichts am Hut. Ganz
im Gegenteil, er hat die damaligen Schriftgelehrten und Pharisäer
als »übertünchte Gräber« bezeichnet, weil
sie so scheinheilig waren.« - «Aber Jesus von Nazareth lebte
doch vor 2000 Jahren, sagtest Du nicht gerade was vom »neuesten
Stand«?« - »Klar, er lebte zwar vor 2000 Jahren, aber
Tatsache ist, daß er auch nach seinem Tod zu den Menschen sprach,
eben durch Propheten. Und heute gibt es wieder einen Propheten, durch
den sich Gott und Christus offenbaren, genauer gesagt eine Prophetin.«
- »Davon habe ich aber noch nichts gehört.« - »Ich
habe von der Prophetin Gottes schon viel gelesen und sie gehört,
und ich habe sogar das große Glück, sie persönlich zu
kennen.« - »Echt? Spricht die denn auch so in altertümlichen
Rätseln wie die meisten Pfarrer?« - »Nein, überhaupt
nicht. Wenn sie als Prophetin das Wort Gottes weitergibt, dann spricht
sie mit einfachen Worten, die jeder verstehen kann. Gott und Christus
klären die Menschen durch sie über die Folgen unseres Verhaltens
auf und zeigen uns auch einen Ausweg. Sie erklären uns immer wieder
den Weg zu einer gerechteren und friedlicheren Gesellschaft.«
- »So eine Prophetin lebt doch bestimmt total nobel und abgeschottet
von der Welt, oder?« - »Nein, ganz im Gegenteil: Sie lebt
total normal, als Gleiche unter Gleichen, d.h. sie packt mit an und
läßt sich nicht bedienen. Sie lebt nach dem Prinzip, daß
es dem anderen besser gehen soll als ihr selbst. Zwar ist sie schon
über 60 Jahre alt, aber ich kenne niemanden, der so spritzig, ehrlich
und einfach genial ist. Und sie kann auch uns Jugendliche total gut
verstehen und hat uns schon oft weitergeholfen.« - »Heißt
das, ihr habt sie auch schon mal direkt was gefragt?« - »Ja
klar, wir haben sie schon mit Fragen gelöchert, zu allen möglichen
Themen wie Freundschaft, Schule, Eltern, »Sex, Drugs and Rock'n
Roll«, Berufsfindung, Gott und wie man in dieser Gesellschaft
nicht als Massenabhängiger sein Leben fristet. Und aus diesen ganzen
Fragen ist auch eine Broschüre entstanden - eben mit dem Titel
»Der Jugendliche und der Prophet«. Und daraus lesen wir
heute wieder einen Teil vor...«
Wer wissen will, wie's weitergeht,
der kann das Radio einschalten (Termine im Terminkalender S.4)
oder bestellt sich einfach die kostenlose Broschüre »Der
Jugendliche und der Prophet« per e-mail!
Krieg
- aktiver Menschenschutz?
Nach der Schule fahre ich nach Hause.
An der Ampel fällt mir ein Aufkleber auf einem Auto auf. Darauf
steht: »Jagd ist aktiver Naturschutz«. Das scheint mir so
unglaublich, daß ich's noch ein zweites Mal lesen muß. Ich
kann nur hoffen, daß keiner auf die Idee kommt, das auf die Menschen
zu übertragen. Sonst fahren bald Autos mit Aufklebern herum, auf
denen steht »Krieg ist aktiver Menschenschutz«...
Der Gedanke läßt mich
nicht los, und plötzlich fällt mir ein, daß uns die
UNO und die Politker weißmachen wollen, daß sie mit Raketenangriffen
die Menschenrechte schützen wollen...
»...Ich
bin nur ein Egoist«
Egoisten sprießen wie Pilze
aus dem Boden. Das neue Lied »Egoist«
von Falco kam von heute auf morgen in die Charts. Die Herren sind umwölkt
von einem neuen Duft namens »Egoist«,
die Damen riechen nach »Allure«
und ganz selbstverständlich spricht man vom »gesunden
Egoismus«. »Egoismus? - Das sieht man doch überall«,
laß ich mir sagen und: »Wer nicht an sich denkt, kommt zu
nichts«. Die Egoisten sind also auf dem Vormarsch. Vielleicht
ist es genau das, was die Politiker meinen, wenn sie fast mit Tränen
in den Augen vom Sittenverfall der Jugend sprechen? (Wenig später
tritt wieder einer von ihnen wegen Bestechungsgeldern oder Telefonsexaffären
zurück - Schwamm drüber.)
Die Frage ist nur, ob diese Egoistenrechnung
»Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht«
tatsächlich aufgeht. Wenn man die Natur ansieht, checkt man schnell,
daß es so nicht weiter gehen kann: Der extreme Raubbau, den die
Menschen an der Erde verübt haben, provoziert eine Naturkatastrophe
nach der anderen, wie Überschwemmungen, Erdbeben, usw. Und
wie sieht's mit den Menschen selber aus? Falko singt: »Die
ganze Welt dreht sich um mich, denn ich bin nur ein Egoist. Der Mensch,
der mir am nächsten ist, bin ich - ich bin ein Egoist.« Na
klar wünscht man sich, daß sich alles um einen selbst dreht.
Warum sonst verbringt man eine halbe Stunde (wenn´s reicht) vor
dem Spiegel, bevor man in die Disco geht - oder warum erzählen
alle am Montagmorgen, was sie am Wochenende Tolles erlebt haben, und
beim Erzählen wird alles noch größer, schneller, toller?
Und was ist, wenn sich die Welt mal nicht mehr um mich dreht? Dann drehe
ich mich eben allein um mich selbst: Selbstmitleid.
Mal 'ne Frage: Brechen wir uns denn
einen Zacken aus der Krone, wenn wir mal nach rechts oder links schauen,
wie's den Menschen um uns herum geht? Wenn wir mal wirklich zuhören,
was uns jemand erzählt, ohne gedanklich ganz woanders zu sein?
Wenn wir dem anderen mal etwas helfen, ohne gleich daran zu denken,
was man wohl dafür bekommt? Hier ist nicht von Aufopferung und
Heldentaten die Rede, sondern von den vielen kleinen Dingen, die man
sich insgeheim auch von den anderen wünscht - und die eigentlich
selbstvertändlich sein könnten.
Wir
basteln eine Weihnachtsgrippe
Weihnachten
ist doch immer wieder ein Streß: Die Plätzchen wollen ausgestochen
sein, der Weihnachtsbaum gekauft und geschmückt, die Geschenke
ausgewählt und verpackt, das Festmahl geplant... So mancher rettet
sich noch schnell auf eine Südseeinsel, um dem alljährlichen
Streß und der Verwandtschaft zu entkommen. Was aber tun, wenn
das nötige Kleingeld für eine solche Reise fehlt? Hier kommt
der ultimative und einzigartige Tip für das nächste
Weihnachtsfest: Wir basteln eine Weihnachtsgrippe!
Anleitung:
1) Stellen Sie sich nach dem Duschen
mit nassen Haaren ans offene Fenster.
2) Immer schön tief atmen!
3) Wiederholen Sie die Vorgänge
1 und 2 so lange (am besten täglich!), bis Sie eine anständige
Weihnachtsgrippe haben.
Übrigens: Die durchschnittliche
Weihnachtsgrippe dauert 10 bis 14 Tage - rechtzeitige Planung ist also
angesagt!
Oh
Du fröhliche Peinlichkeiten...
- Die Tragik des schönen Scheins
-
Peinachten? Wir meinen es ernst:
Das traditionelle Weihnachtsfest bringt mehr Pein als Schein: Jede Familie
verspeist eine ehemals quietschfidele Gans, eine gemordete Ente oder
ein Stück totes Schwein und stellt sich einen lamettabehängten
toten Tannenbaum ins nett dekorierte Wohnzimmer. Pausenlos dudelt der
Sony-Sonderangebots - CD-Player »Oh Du fröhliche« und
andere Lieder aus den Weihnachts-Top-Ten, während jeder mindestens
drei Geschenke auspackt, die er null gebrauchen kann, z.B. die 100.
Krawattennadel mit den Worten überreicht: »Davon kann man
nie genug haben« oder ein mit Gold bestäubtes Kitschpaketchen
mit dem Parfüm, das man schon letztes Jahr nicht leiden konnte.
Natürlich werden wir uns auch dieses Jahr bedanken, was denn sonst.
Nach dieser kurzen Zusammenfassung entsteht folgende...
...Peinachts-Rechnung:
1 Gans/Ente/Schwein x Familien in
der BRD
+ 1 Tannenbäumchen x Familien
in der BRD
+ 3 nicht verwertbare Geschenke x
Personen in der BRD
+ 10 kitschige Weihnachtskarten x
Familien in der BRD
+ 1 Kiste zerknülltes Geschenkpapier
x Familien in der BRD
+ Strom für Lichterschlangen,
CD-Player
= viele Nadelwälder, unzählige
zerstörte
Tierfamiliean, eine
mittlere Müllhalde und
Strom ohne Ende...
Was wollte Jesus von Nazareth?
Daß wir jeden unserer Mitmenschen
achten, dem Nächsten die Freiheit lassen, nicht ständig auf
unseren persönlichen Vorteil schielen, gerecht sind, dem anderen
verzeihen und um Verzeihung bitten, wenn wir etwas falsch gemacht haben,
Frieden halten. Und das nicht nur am 24. Dezember, sondern jeden Tag!
Spruch
des Jahres:
Der Kirchgang macht genauso wenig
zum Christen, wie man nicht zum Auto wird, wenn man eine Garage betritt.
Alice Schwarzer
Der
revolutionäre Pressespiegel:
Schadensersatz vom Vatikan
Am 12. Oktober 1492 ging Kolumbus
auf der Bahama-Insel Guahahani an Land. Heute wird dieser Tag in manchen
Gegenden Lateinamerikas als Feiertag der Entdeckung Amerikas begangen.
Doch die Indios sehen keinen Grund
zum Feiern: Man schätzt, daß 60 Millionen Indianer durch
die Mordlust und Geldgier der Eroberer zu Tode kamen - jener Eroberer,
die auf all ihren Wegen das Zeichen des Kreuzes mit sich führten
und vorgaben, ihre Taten im Namen Gottes zu vollführen. Mit dem
12. Oktober 1492 habe ein »Zeitalter des Völkermords, der
Grausamkeit und der Sklaverei begonnen«, das zuvor »in der
Geschichte der Menschheit unbekannt war«, heißt es in einem
symbolischen Prozeßurteil der Indios gegen Kolumbus. Es ist nur
folgerichtig, daß die Indios als Schadensersatz vom Vatikan und
von der Regierung Spaniens die Herausgabe der Schätze fordern,
die den Indianern geraubt worden waren.
Unser Vorschlag:
Der Vatikan könnte zeigen, daß er nicht nur von der Versöhnung
zur Jahrtausendwende spricht, sondern daß er auch konkrete Taten
folgen läßt. Als erstes Zeichen könnte der Papst die
93 Millionen Mark, mit denen er an der italienischen Börse spekuliert,
in einen Sozialfond zugunsten benachteiligter Indios einzahlen.
aus: »Das Weiße Pferd«
- Eine Zeitung für wache Zeitgenossen.
3 kostenlose Probenummern
unter Tel.09391/504-207 (24 h.) www.das-weisse-pferd.com
»Heiliges
Jahr« 2000:
Vatikan entschuldigt sich für
»Verfehlungen«
»Zur Jahrtausendwende will
der Papst die Schuld der Kirche an den Greueln der Inquisition einräumen.
Voraussichtlich am Aschermittwoch des zum »Heiligen Jahr«
erklärten Jahres 2000 möchte Johannes Paul II. feierlich um
Vergebung für »die Verfehlungen der Vergangenheit«
bitten.
Den Reueakt bereiteten (...) kirchennahe
Historiker im Vatikan vor. Allerdings haben sie einiges getan, um die
Rolle der Kirche herunterzuspielen. So wurde bei der nichtöffentlichen
Tagung den Inquisitionsgerichten sogar eine gewisse »Rechtsstaatlichkeit«
im Vergleich zu frühmittelalterlichen Verfahren attestiert.
Entschuldigen will man sich (...)
für die »übertriebenen Methoden der Wahrheitsfindung«
und den »Mißbrauch, den Inquisitoren mitunter im Amt«
betrieben ...«
aus: DER SPIEGEL 45/98
Kommentärchen:
Ein kleines »Entschuldigung«
am Aschermittwoch 2000 - in welchem Verhältnis steht das zu etwa
1500 Jahren kirchlicher Ketzerverfolgung, Folter, abertausenden von
Hexenverbrennungen, Kreuzzügen, in denen ganze christliche Bewegungen
wie z.B. die Katharer ausgerottet wurden?
Bis auf einige unwesentliche »Verfehlungen«
hält die Kirche die Inquisition nach wie vor für ein geeignetes
Mittel zur »Reinhaltung der christlichen (!) Lehre«. Die
modernen Inquisitoren gehen heutzutage gegen Andersgläubige nicht
mehr mit so altertümlichen Mitteln wie Scheiterhaufen oder Streckbank
vor, sondern z.B. mit Rufmord und Lügenverbreitung durch die Medien,
gesellschaftliche Ächtung, wirtschaftliche Vernichtung u.a. - Mit
»christlicher Lehre« hat das absolut nichts zu tun! Jesus
von Nazareth sagte: »Liebet eure Feinde!«. Und: »Wer
mit dem Schwert kämpft, wird durch das Schwert umkommen.«
»I
do like mondays«
Ein ehemaliger Montag-Morgen-Muffel
berichtet...
Überall ist er berühmt-berüchtigt...
Die Rede ist vom Montagmorgen. »I don´t like mondays«
oder »Blue monday« - Lieder für die, welche erst gar
nicht aus dem Bett wollen. Kein Wunder, daß montags einiges schief
geht, wenn man verschläft, zu spät kommt und es eine ganze
Weile dauert, bis man in die Gänge kommt: Montagmorgen, und die
Woche nimmt kein Ende. Alles Lebenseinstellung! Denn was passiert, wenn
ich aus der allwöchentlichen Qual eine echte Herausforderung mache?
Im »Gebetsclub für junge
Leute« treffen sich solche ehemalige Schlafmützen und Montagmorgenmuffel,
die sich fit machen für den Montag und den Rest der Woche. Wie?
- Jedesmal anders! Mal mit Gymnastik oder Dancing, um den Schlaf aus
den Gliedern zu schütteln und den Kreislauf durchzustarten, mal
mit einem leckeren Frühstücksbuffet, um den Körper für
alle Herausforderungen zu stärken, mal lesen wir ein paar Gedanken
aus einem guten Buch vor oder machen uns selbst welche.
...Und natürlich, wie der Name
»Gebetsclub« schon sagt, beten wir auch, und jeder kann
still für sich Christus die Dinge sagen, auf die er sich in der
kommenden Woche freut oder wovor er Angst hat. Denn schließlich
brauchen wir ja nicht alles aus eigener Kraft schaffen, sondern haben
einen Begleiter, der uns hilft, wenn wir es wollen.
Neues vom Würzburger Jugendforum
»Gespräche über Gott«:
Action,
Action, Action ... wo bleibe ich?
Zeit ist Geld! Tempo, Tempo, Tempo
heißt darum die Devise. Blitz-Kommunikation per Telefon, Fax und
Internet. Ergebnis: laut einer Studie ist die Mehrheit aller Manager
neurotisch gestört.
Doch Tempo, Hektik und Fast-food-Mentalität
machen auch vor der Freizeit nicht halt: Wir wollen alles sehen, alles
mitkriegen, nix verpassen. Das Motto: Mehr erleben in der gleichen Zeit.
Wieso tut man sich das an? Um das
Glück zu erhaschen oder auf der Karriereleiter voranzukommen?
»Du mußt ein Schwein sein auf dieser Welt«, haben
wir von den »Prinzen« gelernt und setzen fleißig die
Ellenbogen ein. Da stellt sich die Frage: Macht so ein Schweineleben,
der Kampf ums goldene Selbst, mit all seiner Hektik, glücklich?
Wo bleibe ich, und wo bleibt mein Nächster? Interessante Tips und
Ideen zum Abbau von Streß und Action wurden beim »Gespräch
über Gott« ausgetauscht:
Die Tage und Wochen planen und aufschreiben, was ich wann erledigen
will. Dann hab ich nicht 1000 Dinge gleichzeitig im Kopf - das Hektikgefühl
reduziert sich.
Auch Gedankenkrämpfe bringen Streß. Darum: Ungute Situationen,
Streit oder Meinungsverschiedenheiten schnell lösen, statt sie
vor sich herzuschieben.
Nützlich ist auch ein Ziel im Leben: Was will ich? Viel Geld in
der Tasche? Ein Haus in Florida? Freunde? Sich mit den Mitschülern/Kollegen/Verwandten
gut verstehen? Ein charakterstarker, aufrichtiger Mensch werden, der
sich an höheren ethisch-moralischen Werten orientiert? Prioritäten
setzen ist angesagt, und der Alltag kann zielgerichteter und somit streßfreier
werden.
Tip: »Gespräche
über Gott« gibt's in Würzburg alle 2 Wochen mit
live-Übertragung nach München,
Zürich, Frankfurt und in weitere Städte. Genaue Termine unter
»Dates, dates, dates«!
POST - OFFICE
Hallo zusammen! Soeben habe ich
die Ausgabe 9 »Der geistige Revolutionär Christus«
gelesen. Regelrecht verschlungen habe ich ihn. Mit dieser Ausgabe habt
Ihr das Tüpfelchen auf das »i« gesetzt. BRAVO! Wie
oft hängen wir irgendwo lustlos herum, meistens vor der »Glotze«
und lassen uns berieseln, damit wir nicht zu viel denken müssen.
»Jeden Tag den Jackpot knacken« - Ich kann tagtäglich
neue Dinge an mir entdecken. Also eine richtige Entdeckungsreise, wenn
ich mich beobachte und mein Verhalten, Denken und Reden hinterfrage.
Liebe Redakteure, bitte macht mit
der Zeitung »Der geistige Revolutionär Christus« genauso
spannend und interessant weiter wie bisher!
Michèle
aus Basel
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