Ausgabe 11 - März/April
1999
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STARS UND
IDOLE ...die Götter unserer Zeit?
»Newton ist tot, Einstein ist tot
und mir ist auch schon ganz schlecht...!«
Ob sie Einstein, Leonardo di Caprio, Julia
Roberts oder Brad Pitt, Backstreet Boys oder Lady Di heißen, Elton
John, Humphrey Bogart oder Muhamed Ali - jede Zeit hat ihre Stars und
jede Generation ihre Idole. Die Namen der Angebeteten mögen sich
vielleicht ändern, doch die Zahl derer, die schmachtend am Bildschirm
hängen oder sich in den Konzertsälen und Stadien die Atemluft
teilen, ist immer diesselbe - als sei es eine naturgegebende Angewohnheit
der Spezies Mensch, irgendwen zu bewundern.
Reich, schön,
berühmt
Wir bewundern die Reichen, Schönen,
Erfolgreichen und die Mächtigen, die Leonardos, die Dianas, Naomis,
Clintons und wie sie alle heißen. Wir vergöttern sie. Wir
huldigen ihnen in Konzerten, opfern Geld und unsere Freizeit, um ihnen
nahe zu sein, wir pilgern zum Auftritt von Michael Jackson, kämpfen
bei Madonna mit der Ohnmacht und legen am Grab von John Lennon Kränze
nieder. Kultur oder Kult? Die Frage ist: Warum eigentlich das Ganze?
Kleine Fische
Eine Vermutung: Insgeheim möchte
jeder selbst auf der Bühne stehen und beklatscht werden oder
im Olympiastadion vor Millionen Augen die Bahnen drehen - und gewinnen.
Von Macht, Geld, Glanz und Ruhm der Großen hätten wir
eben auch gerne etwas ab - wir, die wir leider nur kleine Fische sind.
Darum: Wenn ich die Goldene Kamera schon nicht selbst unter Jubelrufen
verliehen bekomme, so schalte ich den Fernseher ein und habe den Hauch
von Glamour immerhin schon mal im eigenen Wohnzimmer. ...Und träume
dabei meinen kleinen Ego-Traum »Das alles, und noch viel meeeeehr,
würd ich machen, wenn ich König von Deutschland wär’.«
Faulpelz der
Nation
Die freche These lautet: Wir sind schlichtweg
zu faul, selbst was aus unserem Leben zu machen und die eigenen Talente
auszubauen. Es ist nämlich sehr viel bequemer, andere auf den Sockel
zu stellen, als sich selbst auf die Hinterbeine. Doch genau das
lohnt sich: Wer eigene Ziele hat und sich auch schon etwas erarbeitet
hat, wer mit sich und seinem Leben einigermaßen zufrieden ist,
braucht weder Gwyneth Paltrow noch Tom Cruise oder Michael Schumacher
zu bewundern, die auch nur ihren Job machen.
Bruce
Willis für alle?
Sich selbst auf die Hinterbeine stellen
heißt nicht, daß wir’s den Angebeteten gleich tun müssen
und jeder rumlaufen muß wie Sylvester Stallone oder Bruce
Willis in ihren Filmen - mit der Knarre in der Hand und einem coolen
Spruch auf den Lippen knallen sie alle ab, die ihnen in die Quere kommen.
Wie wär ‘s denn, erstmal abzuwägen,
welche Ziele ich mir im Leben setzen will? Welcher Beruf paßt
zu mir, wie will ich wohnen und was möchte ich in meiner Freizeit
tun? Ziele können sich auch auf das Zusammenleben untereinander
beziehen: Gehe ich meinen Mitmenschen auf die Nerven? Lebe ich nach
dem Motto »alles nur für mich«? Oder lerne ich z.B.
tolerant, aufrichtig und hilfsbereit zu sein?
Sucht
keine Idole ...
»Was habe ich davon, wenn ich mich
von Göttern unserer Zeit faszinieren lasse?«, fragten sich
junge Leute beim »Gespräch über Gott«, einem Würzburger
Gesprächsforum. Welches Prinzip steckt eigentlich dahinter? Es
ist das Ego-Prinzip »alles nur für mich«, »nach
oben buckeln und nach unten treten«. Daß die einen viel
haben, andere kaum etwas.
Tatsache aber ist: Dieses Prinzip funktioniert
nur, weil viele sich mit der Position des Schwachen begnügen -
und so dumm sind, als einziges Lebensziel zu haben, so sein zu wollen,
wie die Starken. Also: Jeder hat die freie Wahl - ob er sich für
das Ego-Prinzip entscheidet oder für das göttliche Prinzip,
zum Beispiel: »Was du willst, daß dir die anderen tun, das
tue du ihnen zuerst«, bzw. »Was du nicht willst, daß
man dir tu, das füg auch keinem anderen zu« (nachzulesen
in der Bergpredigt des Jesus von Nazareth). Das ist ein Weg, der vielleicht
nicht unbedingt in die Top Ten oder aufs olympische Siegertreppchen
führt, aber zu einem echten Miteinander, zu Freiheit, Glück
und letztlich zu Gott.
Darum - so ein Jurist beim Gespräch
über Gott - »Sucht keine Idole, sucht keine Götter,
sucht Euch selbst und Gott in Euch selbst!«
Star-Report:
Schon
gewußt...?
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Michael Jackson -
von seinem Album »Thriller« wurden weltweit
mehr als 48 Mio. Kopien verkauft. Für den Start des
Albums »History« gab Jacksons Plattenfirma Sony
ca. 70 Mio. DM aus.
Ein weißer Handschuh
von ihm wurde für 49.000 DM verkauft. |
Michael Schumacher
- mit 28 Jahren einer der reichsten Sportler der Welt.
Mit Ferrari schloß er
1996 einen zweijährigen Vertrag über 98,6 Mio.
DM ab, im selben Jahr verdiente er ungefähr 105,6 Mio.
DM. |
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Madonna - »Ich
will so bekannt werden wie Gott« - verkaufte weltweit
100 Mio. Platten. Keine Künstlerin der Welt hat je
mehr Platten verkauft.
Für ca. 34.000 DM wurde
bei Christie´s in London im Mai 1994 ein von Madonna
getragenes Korsett verkauft. |
| Elvis - sein früherer
Aufenthaltsort Graceland empfängt jährlich
über 700.000 Besucher aus aller Welt. Am 17. August
1977 versuchten 75.000 trauernde Fans, Elvis´ offenen
Sarg zu sehen. An diesem Tag wurden auf einen Schlag 20
Mio. Alben verkauft. Weltweit gibt es über 48.000 Elvis-Imitatoren,
im Jahr 1998 wurde in den USA die Erste Presleysche Kirche
des Heiligen Elvis gegründet. |
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Claudia Schiffer -
reich und schön. Sie unterschrieb 1993 den größten
je abgeschlossenen Kosmetikvertrag: 10,6 Mio. DM. |
Demi Moore - mit einem
Preis von 22 Mio. DM pro Film eine der teuersten Schauspielerinnen
der Welt. |
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Europhorie
Die große Sehnsucht
der Menschen nach Gemeinschaft
1999 ist das Euro-Jahr: Seit Anfang
Januar werden die deutschen und europäischen Börsen
nur noch in Euro notiert. Alle sprechen von der großen Gemeinschaft
und der Einheit aller europäischen Völker. Steuern wir
goldenen Zeiten entgegen?
Einige Schönheitsfehler zeigen,
daß die Ziele doch nicht so selbstlos sind, wie uns die
Politikstrategen gerne weismachen wollen:
Erst kürzlich gingen Skandale um Korruption und persönliche
Bereicherung einiger Mitglieder der EU-Kommission durch die Presse:
»Die Beamten der EU-Kommission bauen sich systematisch ihre
Macht auf, auch wenn Europa zugrunde geht« (Focus 5/99).
Die mulitinationalen Firmen und Banken freuen sich: Keine Grenzen,
keine Zölle, weniger bürokratischer Aufwand. Die Großen
tun, wovon der kleine Mann nur träumt: Sie verdienen
das große Geld. Unglaubliche Rekordgewinne auf der einen
Seite, ein wachsendes Heer von Arbeitslosen auf der anderen Seite:
die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander.
Einheit mit den einen schottet von anderen ab: Zuwanderer vom
Europa-Ausland sind nicht willkommen. Flüchtlinge, die aus
dem krisengeschüttelten Albanien nach Süditalien fliehen,
werden teilweise einfach zurückgeschickt.
Himmlische Zustände?
Wirkliche Gemeinschaft entsteht
aus der Sehnsucht des Menschen nach Gemeinsamkeit, Freundschaft,
Verständnis, gegenseitiger Hilfe und friedvollem Zusammenleben
- letztlich aus der Sehnsucht nach »himmlischen Zuständen«
hier auf der Erde. Ist Europa die Antwort auf diese Sehnsucht?
Gemeinschaft ist ein innerer Wert, der sich nicht erzwingen läßt.
Schon gar nicht von äußeren Dingen wie gemeinsame Währung
und Politik.
Das echte Miteinander und eine echte
Gemeinschaft fängt wie so vieles im Kleinen an - nämlich
bei einem selber: Es kommt letztlich darauf an, wie ich mit den
Menschen um mich herum zusammenlebe. Ob ich nur nett zu denen
bin, die sowieso meine Freunde sind oder ob ich bereit bin, Achtung
und Freundschaft allen Menschen gegenüber zu entwickeln.
Was aus einer solchen Grundhaltung erwächst, ist tatsächlich
der »Himmel auf Erden«, den die Christenheit seit
2000 Jahren mit dem »Vater Unser« herabzubeten versucht:
»Dein Reich komme... Wie im Himmel, so auf Erden«.
Was nur leider in diesen 2000 Jahren gefehlt hat, ist die Tat.
Denn das Reich Gottes fällt nunmal nicht vom Himmel, sondern
entsteht, wo Menschen den Willen Gottes tun.
Wie kann man sich ein Volk Gottes,
eine echte Gemeinschaft von Menschen in Seinem Geiste vorstellen?
Sicher nicht langweilig. Denn sie führen kein Eremitendasein
und singen auch nicht von früh bis spät »Halleluja«.
Im Volk Gottes ist einer für den anderen da, jeder bringt
seine Fähigkeiten in die Gemeinschaft ein. Das ist kreatives
Schaffen. Man lacht auch, feiert, hat Freude und lebt mit der
Natur in Frieden.
|
| Nett-sein
oder Depp-sein?!
Ich hatte immer schon meinen eigenen
Kopf und konnte mich bereits als Kind stundenlang mit mir selbst
beschäftigen. Jedoch im Umgang mit anderen war ich unsicher.
Mögen die mich? Das war meine Hauptsorge, und ich war ziemlich
verschlossen, verkrampft und unnatürlich. Ich konnte mit
den anderen nichts anfangen - und sie nichts mit mir.
Weltverschwörung!
Als ich schon dachte, alle Welt hätte
sich gegen mich verschworen, habe ich mich mal gefragt: »Was
denke ich eigentlich über die anderen?« Da ist mir
aufgefallen, daß ich viele Leute ganz schön abwerte
und mich über sie stelle, wenn schon nicht in Worten, dann
wenigstens in Gedanken. Merken die wohl, wie ich über sie
denke? Vielleicht bin ich ihnen nur unsympatisch, weil sie spüren,
daß ich sie auch nicht besonders mag. Ich probier’s mal
damit: Nicht mehr soviel über die anderen nachdenken. Auch
die guten Seiten von jedem Menschen sehen. Und mir bewußt
machen: Welche Talente, Fähigkeiten und gute Seiten habe
ich eigentlich? Da geht man doch gleich viel leichter auf andere
zu und - oh Wunder - gewinnt endlich Freunde!
Tja, Leute, Freunde gibt’s in keinem
Supermarkt, nicht im Internet, nicht per e-mail, nicht einmal
für 1 Koffer voller Euro. Da hilft nur eins: Ich bin selbst
ein guter Freund und stehe für meine Freunde ein, selbst
wenn sie einen Pickel auf der Nase haben.
|
DIE REVOLUTIONÄRE REALSATIRE
Echt tierisch:
Der
EURO ist da für Dich!!!
Langeweile ade: Jetzt kommt das
tierische Lebensgefühl auf. Wer voll drauf sein will, legt
sein Geld in Wertpapieren an! Das gibt Spaß und Spannung
bei echt rasantem Auf und Ab der Börsenkurse! Das Tolle:
Du kannst genauso viel Geld verlieren wie gewinnen! Besonders
prickelnd wird’s bei Börsencrashs in Südostasien oder
Südamerika. Und beim Börsentalk in der Clique kannst
du endlich mitreden!
Wolltest du nicht schon immer eine
Pommesbude in Portugal aufmachen? Dank Euro ist es endlich möglich!
Die gute Nachricht für alle,
die in Mathe gepennt haben: Dank Euro kannst du immer schnell
vergleichen, was wo günstig zu haben ist - ohne kompliziertes
Umrechnen.
Endlich checkst auch du, ob die Modern
Talking-CD in Stockholm billiger ist als in Castrop-Rauxel oder
das Unterhemd in Palma de Mallorca teurer als in Oberursel.
Coole Kohle für jeden Kaufrausch.
Alle deine Freunde werden dich beneiden!
Wir kümmern uns um Deine Zukunft!
Darum: Gib uns Deine Kohle - wir
geben Dir den Rest!
Bankhaus Reich und Schön GmbH
und Co. KG
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Kli-Kla-Klamotten
»Das
morgendliche Kleidergrauen«
Jeden Morgen dieselbe Frage: Was soll
ich bloß anziehen? Leicht hat's der, der gerade nur eine halbwegs
saubere Hose und einen Pulli im Schrank hat. Dem bleibt sie erspart,
die Qual der Wahl. Heute zum Beispiel: Die schwarze Hose mit Hemd
und Weste? Zu brav. Wieso hab ich bloß keine In-Klamotten
parat? 70-er Kram oder was Altes, Halbzerschlissenes? Okay, dann
das kurze Jäckchen mit dem Pelzkragen! Ist cool. Aber zu kurz.
Was tun mit den Fettschenkeln? Also doch lieber die gelbe Jeans!
Die ist lässig, witzig, hat nicht jeder. Nur sieht die ein
bißchen nach Spielhöschen aus. Dann halt dasselbe wie
gestern: schwarze Hose, schwarzer Pulli, da kann man nix falsch
machen.
Genauso abends: Kino
und danach auf die Fete - was zieh ich an? Cool oder lässig?
Praktisch, edel, ausgeflippt? Wer geht mit, wen treffe ich und was
soll wer von mir halten? Das will alles berücksichtigt sein
- denn Kleider machen nun mal Leute! Eine spannende Frage also,
die Klamottenfrage. Denn in dem »Was soll ich ich anziehen?«
steckt eine ganze Latte Gedanken, die in Sekundenschnelle
durchs Hirn rasen: Klar sind das oft praktische Überlegungen
- geh ich ins Theater oder auf die Baustelle - , aber oft ist es
ein einziges Abwägen, was bestimmte Leute gut finden und was
nicht. Ich führe ein kleines Theaterstückchen auf, in
der Hoffnung, recht viel Applaus für die tolle Kostümierung
zu ernten. Mit eigener Persönlichkeit oder mit Charakter hat
das natürlich recht wenig zu tun.
Jacke wieHose?
Zum Glück machen wir’s nicht immer
so kompliziert: Manchmal gibt es am Morgen auch das sichere Gefühl
»Heute muß es gelb sein«, und ich zieh die gelbe
Hose an und fühl mich einfach nur wohl - egal, was irgendwer
denkt. Und diese Tage laufen meistens opti, denn was ich anhabe,
ist eben nicht Jacke wie Hose! Wenn ich mich wohlfühle in meinen
Klamotten, spare ich mir schon mal die ständigen Gedanken darüber,
wie doof ich aussehe und was andere Tolles anhaben. Ich bin selbstbewußter,
zufrieden, bin in der Schule oder im Job bei der Sache, habe Ideen
und kriege alles gut auf die Reihe. Es lohnt sich also rauszufinden,
was mir heute gefällt, unabhängig von anderen. Hin
und wieder eine kleine Investition in die eigene Garderobe zahlt
sich aus, auch wenn man knapp bei Kasse ist. Ich spare mir dafür
die Frust-Schokolade, die Trost-Pommes und die Heut-gönn-ich-mir-mal-was-CD.
Langfristig gleicht sich das wieder aus...
Und noch was: Schon mal festgestellt,
daß Kleider nicht nur Leute machen, sondern auch Gedanken,
Verhalten, Gestik und das ganze Tagesgefühl beeinflussen? Damit
zu experimentieren ist eine spannende Sache: Wie fühl' ich
mich in meinen Uralt-Jeans, wie in einem edleren Teil? Wie sitze
ich am Tisch, wenn ich was Feineres anhabe, und wie lümmle
ich herum, wenn ich im Schlafanzug frühstücke? Interessant
auch: In Turnschuhen und lässigen Jeans kommen die coolen Sprüche
leichter über die Lippen und meine Tendenz, den anderen vollzulabern,
steigt enorm. Und renne ich ausschließlich im Einheits-Look
herum und dem Modetrend hinterher, dann orientiere ich mich auch
in Meinungen und Ansichten eher an der Masse und mache mir keine
eigenen Gedanken.
So wie ich denke, so kleide ich mich
- und andersherum hat das Äußere einen Einfluß
auf die Gedanken, das Lebensgefühl und das Verhalten. Du glaubst
das nicht? Test it!
Logisch macht eine edle Hose über
Nacht keinen edlen, charakterstarken Menschen, aber sie kann helfen,
das Edle und Charakterstarke, das jeder Mensch in sich hat, mal
anzukitzeln - herausholen muß man's dann selber! |
Revo
exclusiv:
Promi-Interview
mit dem Buchautor Christian Sailer
Vom
Naturschutz zur Prophetie
Der Rechtsanwalt Dr. Christian Sailer
wurde in den 80er Jahren einer breiteren Öffentlichkeit in
Prozessen um staatliche Großplanungen bekannt: Er vertrat
die Umweltschutzorganisation Greenpeace in den Auseinandersetzungen
um die atomare Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf, stritt
für einen Öko-Landwirt für mehr Sicherheit bei
der Nutzung von Kernkraft und vertrat einige betroffene Gemeinden
im Streit um die Planung des Flughafens München II.
Nun erregt Sailer mit seinem jüngst
erschienenen Buch Aufsehen: »Der Feldzug der Schlange und
das Wirken der Taube - Die Gottesprophetie der Zeitenwende«.
Grund für den »Geistigen Revolutionär«,
genauer nachzuhaken:
Der Revo: Herr Sailer, früher
kämpften Sie aktiv für den Naturschutz, heute schreiben
Sie ein Buch über »Die Gottesprophetie der Zeitenwende«.
Ein renommierter, kritischer Rechtsanwalt glaubt an Prophetie.
- Ist das nicht ein bißchen abenteuerlich?
Dr. Sailer: Das ganze Leben
ist ein Abenteuer - vor allem, wenn es darum geht, die Wahrheit
und den Sinn des Lebens zu finden. Ich bin von Haus aus und von
berufswegen ein Mensch, der nicht ohne weiteres glaubt, was man
ihm erzählt. Aber ich habe mich viel mit philosophischen
und esoterischen Fragen beschäftigt - und mit der Möglichkeit,
daß Menschen mit der Geistigen Welt Kontakt aufnehmen. Im
vorliegenden Fall bin ich zu dem Ergebnis gekommen, daß
diese Kommunikation tatsächlich stattfindet. Und wenn ich
daran glaube, daß Gott heute durch einen Propheten - in
diesem Fall eine Frau, also eine Prophetin - spricht,
ist es für mich selbstverständlich, darüber zu
berichten.
Der Revo: Von Propheten hört
man ja hier und da. Wieso sind Sie sich so sicher, daß es
echte Prophetie ist?
Dr. Sailer: Aufgrund der
Inhalte der Prophetie, der Art und Weise, wie sie durch die Prophetin
vermittelt werden: Die Aussagen zu den großen Menschheitsfragen
- Sinn unseres Erdenlebens, Leben nach dem Tod, wer oder was ist
Gott? - sind in sich schlüssig. Die Prophetin ist kein Trance-Medium,
sondern spricht das von ihr empfangene Innere Wort bei klarem
Bewußtsein aus. Und sie führt ein Leben als bescheidene
Dienerin Gottes, der man glaubt, was sie sagt.
Der Revo: Warum spricht Gott
ausgerechnet heute wieder durch einen Propheten?
Dr. Sailer: Wer sich mit
dem Phänomen der Gottesprophetie beschäftigt weiß,
daß es zu allen Zeiten Propheten gab - vor allem dann, wenn
eine Zeitenwende bevorstand: So ist es auch heute; daß unsere
Zivilisation einer schweren Krise entgegen geht und die Ökosphäre
der Erde einem Kollaps, ist für jeden wachen Zeitgenossen
erkennbar. Bei vielen Menschen ist auch das Bewußtsein für
einen großen Wandel erwacht, der von manchen auch im Übergang
vom Fische- zum Wassermannzeitalter gesehen wird. Wenn Gott existiert
und in besonderen Situationen durch Prophetenmund zur Menschheit
spricht, dann ist es naheliegend, daß er es auch heute tut.
Gott will die Menschheit wachrütteln.
Und außerdem ereignet sich das, was Jesus von Nazareth vor
2000 Jahren angekündigt hat: »Noch vieles habe ich
euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt noch nicht tragen.
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in
alle Wahrheit führen.«
Der Revo: Der Titel des Buches
wirkt geheimnisvoll: Wer ist die Taube und wer verbirgt sich hinter
der Schlange?
Dr. Sailer: Die Taube ist
das Symbol des Geistes, und die Schlange das Symbol des Widersachers
Gottes.
Der Revo: Schwimmt man in
der heutigen Zeit nicht gegen den Strom, wenn man sich zum Urchristentum
bekennt oder gar die Lehre des Jesus von Nazareth in die Tat umsetzen
will?
Dr. Sailer: In der Tat: Es
weht einem der Wind ins Gesicht, der Wind, der noch immer von
der Kirche bestimmt wird und der Wind einer geistigen Gleichgültigkeit,
die vor allem an den vordergründigen Freuden einer materiellen
Welt interessiert ist - und die Frage nach Gott und dem Jenseits
auf den Tod verschiebt.
Der Revo: Wie waren bisher
die Reaktionen von Lesern auf das Erscheinen Ihres Buches?
Dr. Sailer: Zum Teil überraschend
positiv. Vielen erscheint offenbar die Beschreibung der heutigen
Gottesprophetie sehr plausibel und die in dem Buch wiedergegebenen
Aussagen dieser Prophetie sehr anziehend. Es gab natürlich
auch einige negative Rückmeldungen, wie es bei Aussagen,
die dem herrschenden Trend nicht ins Konzept passen, immer der
Fall ist.
Der Revo meint: Ein absolut
spannendes Buch! Warum?
Der Autor spannt den Bogen vom Leben
des Jesus von Nazareth, dem größten Revolutionär
aller Zeiten, über urchristliche Bewegungen, Mystiker und
Ketzer bis zur Gottesprophetie heute - mit vielen Auszügen
aus Original-Offenbarungen der Jetztzeit.
Kostenlose Leseprobe: per mail anfordern!
|
Im Brennpunkt:
Von
Müttern, Vätern und anderen unvermeidbaren Ärgernissen
Unsere Eltern: gute oder schlechte
Vorbilder, Unterdrücker oder Unterstützer, Geborgenheit
oder Gefängnis, Geldgeber oder keine, Freunde oder Feinde?
Kaum ein Mensch hat so großen Einfluß auf unser Leben
wie unsere Eltern. Sie ermöglichen uns den Start ins Leben,
geben uns nicht nur ihre Gene mit, sondern auch ihre Vorstellungen,
Meinungen, Einstellungen, die wir entweder übernehmen oder
gegen die wir uns auflehnen. Wir kommen von ihnen nicht los oder
wollen möglichst schnell weg. Sie sind schuld an unserer
glücklichen oder unglücklichen Kindheit. Oder?!
»So will ich niemals werden!«
Manchmal ist es einfach nicht zum
Aushalten: Meine Mutter oder mein Vater regen mich so dermaßen
auf, daß ich einfach sauer werde: In mir kocht es, wenn
ich sie nur schon sehe. Sie verbieten mir die Hälfte aller
Sachen, die Spaß machen. Sie machen einen Aufstand, wenn
ich abends nicht pünktlich heimkomme, meckern an meinen Klamotten
rum und wollen immer recht haben. Und da sagt doch tatsächlich
jemand: »Du bist deiner Mutter unheimlich ähnlich!«
»Nee«, sage ich, »ausgeschlossen!« und
bin fest überzeugt: So wie meine Eltern will ich niemals
werden! ...Und kaum werde ich ein paar Jährchen älter,
muß ich zu meiner Schande feststellen, daß ich so
ziemlich dasselbe miese Verhalten drauf habe: Ich bin stinksauer,
wenn ich bei einer Verabredung ein halbe Stunde warten muß,
gebe meinen Freunden ständig irgendwelche Kleidertips und
weiß einfach alles besser. Tja, wer ist nun schuld,
daß ich so bin, wie ich bin? Meine Eltern natürlich
- von wem soll ich es denn sonst haben. Oder?
Und wiedermal kann ich mich
entscheiden: Ich kann jahrelang meinen Eltern Vorwürfe machen
und am eigenen Leben vorbei leben, oder ich ändere das, was
mir an mir selbst nicht paßt und nehme mein Leben in die
Hand. Ein Nebeneffekt dieser Bemühung: Man kriegt Verständis
für die Eltern, weil man sieht, daß es Arbeit ist,
seine Macken loszuwerden.
|
 |
| My mother said:»You
can have fun as long as you behave«... does this make
any sense for you? |
| »Hilfe,
meine Eltern sind spießig!«
Wir befragten Gabriele, die Prophetin
der heutigen Zeit, zu diesem Thema. Sie erklärte: »Wenn
ihr die heutige Wohlstandsgeneration mit den früheren Generationen
vergleichen könntet, dann würdet ihr für eure Eltern
und eventuell Großeltern mehr Verständnis haben. Gerade
in der Zeit der Großeltern gab es eine verpflichtende, strenge
Etikette; dies hatte man zu lassen, und jenes hatte man zu tun.
Die Kinder und auch noch die Jugendlichen hatten meist wenig persönliche
Freiheit. Sie hatten generell folgsam und brav zu sein, also angepaßt.
Mit diesen meinen Worten möchte
ich bei euch Verständnis für eure Eltern wecken. Vielleicht
lernt ihr in Gesprächen unter Jugendlichen und mit euren
Eltern auch eure Eltern zu verstehen. Dann könntet ihr erfassen
und erleben, warum sie so sind, wie sie nunmal reagieren.
Ein ehrliches Bemühen beiderseits, vor allem auch von euch
Jugendlichen mit eurer Vorstellungswelt, würde so manches
Urteil wie z.B. »schrullig« und »inkompetent«
aufheben und euch helfen, euch und eure Eltern als die zu sehen,
die ihr seid: jüngere und ältere Geschwister, die zusammen
durch dieses Erdenleben gehen und durch manches Positive miteinander
verbunden sind. ...«
Ausführlich nachzulesen in der
kostenlosen Broschüre »Der Jugendliche und der Prophet«.
Weitere Themen: Berufswahl, Kampf-sport, Wer oder was ist Gott?
Sex, Drugs und Rock’n Roll u.v.m....
Kostenlos zu beziehen über die
Redaktion (Bestellcoupon unten).
|
Heilige
Waffen?
Kardinal Meisner erklärte im
Gottesdienst, einem »Gott lobenden Soldaten« könne
man »guten Gewissens Verantwortung über Leben und Tod
anderer übertragen, weil sie bei ihm gleichsam von der Heiligkeit
Gottes mit abgesichtert sind.« Meisner weiter: »In
betenden Händen ist die Waffe vor Mißbrauch sicher.«
gelesen in : »Das Weiße
Pferd«
Zeitung für wache Zeitgenossen.
(3 kostenlose Probenummern unter Tel. 09391/504-207.
www.das-weisse-pferd.com)
Kommentärchen: Jesus von Nazareth
sagte: »Wer mit dem Schwert kämpft, wird durch das
Schwert umkommen.« Wer hat nun recht? Und auf wen beruft
sich der Kardinal? Jesus von Nazareth kann es nicht sein...
|
POST
- OFFICE
An
den Revo!
Ich finde eure Zeitung super, vor
allem den Stil, mit dem ihr schreibt, und Glückwünsche
für die vielen persönlichen Erfahrungsberichte - spannend
verpackt. Eine Anmerkung zu den Kirchenthemen hätte ich aber:
Einige Berichte sind goldrichtig in der Art, wenn sie direkt auf
dem Bischofstisch landen, doch wenn man bedenkt, wie sich vielleicht
diejenigen fühlen, die in der Kirche sind und von Herzen
dahinter stehen, aber über die Machenschaften der Kirche
noch nicht informiert sind, die fühlen sich eventuell persönlich
angegriffen. Man müßte eventuell besser rüberbringen,
warum ihr überhaupt über die Kirche schreibt.
Eva aus Arnstein
Liebe junge Urchristen,
eurer Blättchen ist frisch und
spritzig und liest sich leicht. Vieles (eigentlich fast alles)
ist witzig und originell.
Nur ein Haar ist noch in der Suppe:
Laßt doch den Vatikan in Ruhe, mit Worten wie »Inquisition«
und »Geldgier« zieht ihr eure feine Zeitung selber
ein Stück herunter. Börsenspekulationen und Indianerschätze
sollen die anderen beschäftigen, belastet euch nicht selber
damit. Schon die Bibel sagt »Richtet nicht, damit ihr nicht
gerichtet werdet«. Betrachtet eure Zeitung als Heißluftballon,
der immer höher steigt, je mehr Ballast ihr abwerft.
Berndt Menzel, Stuttgart
Kommentärchen:
Etikettenschwindel aufdecken!
Die Redaktion von »Der geistige
Revolutionär Christus« möchte klarstellen, daß
wir nichts gegen die Menschen haben, die sonntags in die Kirche
gehen, weil sie glauben, dort Gott zu finden. Auch nichts gegen
die gläubigen Menschen innerhalb der Institutionen Kirche,
die in ihrem Leben versuchen, die Lehre des Jesus von Nazareth
umzusetzen. Wir haben auch nichts gegen die katholische oder lutherische
Institution. Aber wir haben etwas dagegen, wenn sie sich auf Jesus,
den Christus berufen, in Wirklichkeit mit seiner Lehre wenig bis
gar nichts gemeinsam haben (Drohung mit der ewigen Verdammnis,
Kreuzzüge und Hexenverbrennung im Mittelalter, Verfolgung
Andersdenkender in der heutigen Zeit, Segnung von Waffen - alles
im Namen Gottes...) oder den Namen Christus mit heidnischen Bräuchen
und Kulten vermischen wie Altar, Mutter Gottes, Jungfrauengeburt,
Ostereier, Tannenbaum.
Immer mehr Menschen, gerade junge
Leute, wenden sich von der Kirche ab. Viele denken, wenn sie das
Wort »Christus« hören, an Kirche, Pfarrer und
Fegefeuer - und nicht an den Revolutionär aus Nazareth, der
sagte: »Ihr selbst seid der Tempel Gottes!« Deshalb
hat sich die Zeitung »Der geistige Revolutionär«
das Ziel gesetzt, Christus zu rehabilitieren und den kirchlichen
Etikettenschwindel aufzudecken!
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