Ausgabe No.14 - Der geistige Revolutionär Christus
Januar 2000

Archiv
No. 14
  Cherokee-Indianer in Wien
  Mord an 150 Millionen Indianern
  Großdemo für Kirchenopfer


Cherokee-Indianer in Wien
Völkermord an den Indianern

"Vor kurzem drückte mir eine junge Frau beim Verlassen der U-Bahn das Blatt "Revolutionär Christus" Nr. 13 in die Hand. Darin erregte insbesondere der Beitrag "Mahnmal für die Opfer der Kirche" mein Interesse.
Es ist tatsächlich so, dass die Kirche keinerlei Einsicht über die furchtbaren Vergehen gegen Millionen von Menschen hat. Dieser unhaltbare Zustand ist auch für mich aus verschiedenen Gründen besonders Thema:
Ich bin ein Cherokee-Indianer aus Oklahoma, USA. Mein Vater war nach dem 2. Weltkrieg ein US-Besatzungssoldat in Österreich, als er meine Mutter kennen lernte.
Der Vatikan hat durch seinen Sprecher Pater Sodamo erklären lassen, dass "der Glaube der Apachen eine Art Religiösität ist, die wir mit aller Kraft unterdrücken müssen..." 100 Millionen Opfer nach 150 Jahren europäischen Kontakt zeugen von einem grauenvollen Völkermord ohne Beispiel, der ganz klar und zum Teil sehr bewusst herbei geführt wurde, und gleichfalls ganz wesentlich von der Kirche nicht nur ideologisch aufbereitet, sondern auch mitgetragen wurde..."

Mike A., Wien

Anmerkung der Redaktion: Der Leserbrief machte uns neugierig, und wir haben mal ein bisschen in den Archiven gestöbert. Die hammerharten Ergebnisse haben wir euch kurz zusammengestellt (siehe Artikel unten).

           

Mord an 150 Millionen Indianern
Revo-Recherche

In den letzten 400 Jahren kamen wahrscheinlich mehr als 150 Mil-lionen Indianer ums Leben, davon 50 Millionen durch Ermordung, unmenschliche Behandlung oder Sklaverei. Etwa 100 Millionen Indianer starben durch von Europäern eingeschleppte Pocken und andere Epidemien - für die, welche sich Christen nannten, "ein wunderbares Zeichen der unermesslichen Güte und Vorsehung Gottes"!

So schrieb zum Beispiel der Gouverneur der Massachusetts Bay Colony 1634: "Was die Eingeborenen betrifft, so sind sie fast alle an den Pocken gestorben, und so hat der HERR unseren Anspruch auf unseren Besitz erklärt." Um 1860 kom-mentierte der Geistliche Rufus Anderson das Blutbad, das die Urbevölkerung der Insel Hawaii bis dahin schon um mindestens 90% dezimiert hatte. Er könne darin keine Tragödie erkennen: Das zu erwartende totale Aussterben der Urbevölkerung von Hawaii wäre schließlich ganz natürlich, sagte der Missionar, in etwa vergleichbar "mit der Amputation kranker Glieder am Körper".

Ihr meint, das sei alles Vergangenheit? Leider nein! Am Ende des 20. Jahrhunderts lässt der Vatikan durch seinen Sprecher Pater Sodamo erklären, dass "der Glaube der Apachen eine Art Religösität ist, die wir mit aller Kraft unterdrücken müssen." (siehe Leserbrief oben!)

Das mag nun katholisch oder evangelisch sein - mit Christus hat es jedenfalls absolut nichts zu tun! Im Gegenteil: Hier wird der Name von Christus total missbraucht für die kriminellen Machenschaften einer ganz und gar unchristlichen Organisation!

Denn Jesus von Nazareth sagte:

"Wer mit dem Schwert kämpft, wird durch das Schwert umkommen!"

"Was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan."

"Liebet eure Feinde. Tuet Gutes denen, die euch hassen!"



Großdemo für Kirchenopfer
Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche

Wie ihr euch vielleicht erinnern könnt, berichteten wir euch in der letzten Ausgabe von der bundesweiten Initiative "Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche". Unter diesem Motto fand unlängst eine Großdemonstration auf dem Marienplatz in München statt, die für einiges Aufsehen sorgte. Das Beweisphoto wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Wir finden es gut, wenn sich heute noch Leute trauen, den Mund aufzumachen und für ihre Überzeugung auf die Straße gehen.

Mehr Infos über diese Initiative und kostenlose Dokumentation über die Kirchenopfer gibt's im Internet unter www.KirchenOpfer.de

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