Ausgabe No.15 - Der geistige Revolutionär Christus
Juni 2000

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No. 15
  Wiedergutmachung statt leerer Worte


Rückt die Kohle raus!
Schmelzt die Monstranzen ein!
Wiedergutmachung statt leerer Worte!


Das große »Mea Culpa« ist gesprochen,
der Papst hat sich entschuldigt. Doch nicht etwa für die Verbrechen der Kirche, die Inquisition, die Ausrottung von Indianern oder den Judenhass, der im Holocoust endete - nein, dafür nicht. Sondern für die Sünden einzelner »Söhne und Töchter«.

»Die Christen« hätten »in manchen Zeiten der Geschichte bisweilen Methoden der Intoleranz zugelassen«. Was heißt das auf deutsch? »Ich entschuldige mich für meine sündigen Schäfchen, die Kirchenfürsten bleiben unangetastet«. Der Papst ist nun mal unfehlbar und die die Kirche kann als heilige Institution gar keine Sünden begehen. So einfach ist das.

Okay, tun wir mal so, als hätte er es ernst gemeint und hätte sich tatsächlich entschuldigt. Dann muss man anmerken: Die Herren in Purpur nehmen ihren eigenen Katechismus nicht ernst. In dem heißt es nämlich in Absatz 2412: »Im Sinne der ausgleichenden Gerechtigkeit fordert die Verpflichtung zur Wiedergutmachung, dass man das entwendete Gut zurückgibt.« (Eine Stelle des Katechismus, die ausnahmsweise einmal dem gesunden Menschenverstand zugänglich ist...) Wir fragen nun: Wo bleiben die Entschädigungszahlungen an die Opfer? Kriegen die Indianer ihre Schätze wieder? Die Juden ihre Synagogen, die Nachkommen der als Hexen und Ketzer verbrannten Männer und Frauen deren Besitz? Entschuldigen reicht nicht! Wir wollen Taten sehen!

          

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