Ausgabe No.20 - Der geistige Revolutionär Christus
Oktober 2002

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No. 20
  Stoppt die Kinderschänder - Kirchenaustritt jetzt!


Stoppt die Kinderschänder
Kirchenaustritt jetzt!


Stell dir vor: Ein Lehrer missbraucht einen Jungen. Seine Kollegen bekommen Wind davon. Der Schuldirektor wird informiert. Der Lehrer wird zur Rede gestellt – und leugnet alles. Aber der Missbrauch geht weiter. Der Lehrer wird an eine andere Schule versetzt. Aber auch dort macht der Kinderschänder weiter, mit neuen Opfern...
Unglaublich? Unmöglich? Alles erfunden? Leider nicht. Man muss nur ›Lehrer‹ durch ›Pfarrer‹ und ›Schuldirektor‹ durch ›Bischof‹ ersetzen und die Geschichte wird wahr. Und zwar tausendfach. In den USA, in Deutschland, weltweit. In der katholischen Kirche jagt ein Kinderschänder-Skandal den nächsten.

1 Milliarde Dollar Schadensersatz


In den USA wurde über 1.000 mal Anklage gegen katholische Priester erhoben – der gezahlte Schadensersatz wird auf über 1 Milliarde Dollar (!!!) geschätzt. In Deutschland dagegen stehen von den geschätzten 300 katholischen Kinderschändern bisher kaum zwei dutzend vor Gericht! (Tatort Kirche, ARD, 1.9.02) Zuerst dachte man, die deutschen Katholiken seien fein raus. Am 24.6. behauptete Deutschlands Oberhirte, Kardinal Karl Lehmann: »Wir haben das Problem nicht in diesem Ausmaß. Warum soll ich mir den Schuh der Amerikaner anziehen, wenn er mir nicht passt?« Wenige Woche später stand im Spiegel folgendes zu lesen: »Damals, 1988, war Ingo 14 Jahre alt und Ministrant in einer Gemeinde im Taunus. Vor und nach dem Dienst am Altar wurde er von Hochwürden Norbert E. oft und gern in den Arm genommen und ganz lieb ›gedrückt‹ ... Eines Tages, sagt Ingo, habe ihn der Pfarrer am Penis befummelt ... Von nun an, berichtet Ingo, wurde er systematisch vom Pfarrer sexuell missbraucht, bis hin zum regelmäßigen Analverkehr. ... Norbert E. trieb sein Unwesen in Lehmanns Bistum – über Jahre hinweg ...«

Ist Vertuschung nur ein Kardinalfehler?


Weil Kardinal Lehmann die Aufklärung des Falles Norbert E. nur schleppend betreibt, hat Christian, ein weiteres Opfer des perversen Pfarrers, jetzt einen Brief an den Papst geschrieben. Zeugen behaupten, dass Lehmanns Personalchef schon seit Dezember 1999 bescheid wusste und auch der Kardinal genau informiert gewesen sei (Der Spiegel 39/2002).

Schützt die Kinder vor den Kirchen! »Ohne vorangegangene Korruption des Kopfes tut kein Geschlecht sein Werk. Ein Kleriker gibt nicht nur irgendwelchen ›Trieben‹ nach: Er hat unter anderem lernen dürfen, dass es möglich ist, seinen Neigungen gerade ›im Schoß der Kirche‹ nachzugehen und auf oberhirtliches Vertuschen zu hoffen, eine Spezialität, die keine andere Institution so gut beherrschte wie die Kirche. ... Wollen Eltern das vermeiden, müssen sie konsequent auf Klerikerpädagogik verzichten und ihre Kinder selbst zu freien Menschen erziehen.«

Prof. Horst Herrmann, Soziologe, lehrt an der Universität Münster


Der 14jährige Christian wurde inzwischen in die geschlossene Kinderpsychiatrie überweisen. Begründung: Es müsse »eine Trennung von dem bisherigen Umfeld herbeigeführt werden.«

Kinderschänder im Talar


Es werden immer mehr Kinder-schänder im Talar bekannt. Hier nur einige besonders krasse Schlagzeilen der letzten Zeit:
• Sex-Pastor verging sich an seinen Konfirmandinnen: »Lass uns einen Helden auf dem Altar zeugen« (Bild, 13.3.02)
• Die Polizei-Akte über Pastor Harry R. wird immer dicker: Als die Mädchen nackt waren, filmte der perverse Pfarrer (Bild, 8.3.02)
• Ermittlungen gegen Geistliche wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in Reutlingen, Mainz, Regensburg, Paderborn (Yahoo Schlagzeilen, Juli 2002)
• »Ich bin nur froh, dass mein Sohn nie Ministrant war« – Sexskandal erschüttert Katholiken in USA (Main-Echo, 20.3.02)
• Pornos im Pfarrhaus – Nach der katholischen muss sich auch die evangelische Kirche mit sexuellem Missbrauch durch Pfarrer befassen (Der Spiegel, 12.8.02)

Einfach versetzt...


Und der Skandal wird noch unglaublicher, denn die Fälle wurden von der Kirche oft jahrelang verschwiegen und vertuscht! Die Täter wurden oft nur in andere Gegenden versetzt, wo sie ungestört von neuem anfangen konnten, sich an ihre wehrlosen Opfer heranzumachen. Zwei Beispiele:
• Der langjährige Direktor ... eines Heimes für Behinderte hatte gestanden, vor Jahren als junger Kaplan über Jahre hinweg einen Jugendlichen missbraucht zu haben. ... Für den Täter habe dies keine Konsequenzen nach sich gezogen ... weil damals die »Stimmungslage anders« gewesen sei. (Yahoo Schlagzeilen, 22.7.02)
• So kann ein 62 Jahre alter Geistlicher, der sich nicht nur an Kindern vergriff, sondern auch noch mit anderen Kirchenmitgliedern einen florierenden Kinderporno-Ring aufzog, weiterhin finanziell wohl behütet in einer Einrichtung des Aachener Bistums arbeiten. ... Als die Ermittlungsbeamten 1993 das Pfarrhaus einer Krefelder Gemeinde durchsuchten, fanden sie 58.000 Kinderporno-Bilder und 300 Videokassetten. Den größten Teil der Hardcore-Produktionen hatte Pfarrer Hans-Dieter I. über Jahre hinweg in Eigenarbeit erstellt. (Der Spiegel, 15.7.2002)

Angesichts dieser und vieler weiterer ähnlicher Meldungen fragt man sich: Sind Priester von der deutschen Rechtssprechung ausgenommen? Haben kirchliche Kinderschänder Immunität, wie Diplomaten? Anstelle von Bestrafung nach geltendem Recht drohen oft nur Versetzung und Geldstrafe.

Risikogruppe Priester


Wie kann es eigentlich sein, dass eine Organisation, die Kinderschänder systematisch vor den staatlichen Gerichten geschützt hat, in Deutschland noch nicht verboten ist? Wie kann man einer solchen Organisation noch den Zugang zu Kindern und Jugendlichen erlauben? Katholische Priester sind eine besondere Risikogruppe, denn der Zölibat (Eheverbot) führt dazu, dass sich ihr Triebstau zum Teil sogar an Minderjährigen entlädt. Viele fragen sich: Was kann man tun gegen solche Ignoranz und Unmoral? Sammelklage der Opfer? Gut! Demonstrieren gehen? Nur zu...

Ursachenforschung


Aber eigentlich liegt der Hund viel tiefer begraben: Was derzeit in Frage gestellt wird, ist höchstens der Zölibat oder die Vertuschungstaktik der Bischöfe, aber nicht die Kirche selbst. Diese hat sich schon lange vom christlichen Glauben verabschiedet und tut genau das Gegenteil von dem, was Jesus von Nazareth wollte: Sie befürwortet Tierversuche, Kriege, ist in Waffengeschäfte verwickelt, verfolgt seit Jahrtausenden Andersgläubige und hat Millionen von Menschenopfern auf dem Gewissen. Das zeigt: Der Kern einer Organisation, die solche verbrecherischen Blüten treibt, kann nicht christlich sein. Denn Jesus von Nazareth lehrte den Weg zu einem ethischen Leben, den Weg zu Gott. Er hat weder einen Kirchenapparat, noch Pfarrer eingesetzt. Seine schlichte Lehre »Was Du nicht willst, das man dir tu, das füg‘ auch keinem anderen zu« ist der Schlüssel zu einem glücklichen Leben, zu Charakter und zu einer friedfertigen Welt. Es ist der Weg zu Gott, den jeder Mensch gehen kann – ohne Pfarrer! Offenbar geht es aber den Kirchenoberen gar nicht darum, dass die Menschen diesen Weg zu Gott beschreiten – das würde sie schließlich überflüssig machen. So versuchen sie, die Kirchenschäfchen mit allerlei Brimborium von der eigentlichen Lehre, den 10 Geboten und der Bergpredigt, abzulenken. Tja, und wenn bei diesem Ablen-kungsmanöver dann etwas schief geht, wenn Kinder und Jugendliche zu Schaden kommen, dann wird über das Zölibat diskutiert – und weiterhin von dem Grundproblem abgelenkt: Dass die Kirche nicht christlich ist!

Wer Christ ist, tritt aus


Jeder, der weiter in der Kirche bleibt, unterstützt mit seiner Kirchensteuer (das heißt in einem durchschnittlichen Arbeitsleben mit 30.000 ) direkt den katholischen und evangelischen Kinderschänder-Sumpf und eine unchristliche Organisation! Und wer will das schon... Die einfachste und wirkungsvollste Methode ist es, die Kinderschänder nicht auch noch für ihre Perversionen zu bezahlen.

Also nichts wie raus: Kirchenaustritt jetzt!

         

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