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Stoppt
die Kinderschänder
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Kirchenaustritt
jetzt!
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Stell dir vor: Ein Lehrer missbraucht einen Jungen. Seine Kollegen
bekommen Wind davon. Der Schuldirektor wird informiert. Der Lehrer wird
zur Rede gestellt – und leugnet alles. Aber der Missbrauch geht weiter.
Der Lehrer wird an eine andere Schule versetzt. Aber auch dort macht
der Kinderschänder weiter, mit neuen Opfern...
Unglaublich? Unmöglich?
Alles erfunden? Leider nicht. Man muss nur ›Lehrer‹ durch ›Pfarrer‹
und ›Schuldirektor‹ durch ›Bischof‹ ersetzen und die Geschichte wird
wahr. Und zwar tausendfach. In den USA, in Deutschland, weltweit. In
der katholischen Kirche jagt ein Kinderschänder-Skandal den nächsten.
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| 1 Milliarde Dollar Schadensersatz |
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In den USA wurde über 1.000 mal Anklage gegen katholische Priester
erhoben – der gezahlte Schadensersatz wird auf über 1 Milliarde Dollar
(!!!) geschätzt. In Deutschland dagegen stehen von den geschätzten 300
katholischen Kinderschändern bisher kaum zwei dutzend vor Gericht! (Tatort
Kirche, ARD, 1.9.02) Zuerst dachte man, die deutschen Katholiken seien
fein raus. Am 24.6. behauptete Deutschlands Oberhirte, Kardinal Karl Lehmann:
»Wir haben das Problem nicht in diesem Ausmaß. Warum soll ich mir den
Schuh der Amerikaner anziehen, wenn er mir nicht passt?« Wenige Woche
später stand im Spiegel folgendes zu lesen: »Damals, 1988, war Ingo 14
Jahre alt und Ministrant in einer Gemeinde im Taunus. Vor und nach dem
Dienst am Altar wurde er von Hochwürden Norbert E. oft und gern in den
Arm genommen und ganz lieb ›gedrückt‹ ... Eines Tages, sagt Ingo, habe
ihn der Pfarrer am Penis befummelt ... Von nun an, berichtet Ingo, wurde
er systematisch vom Pfarrer sexuell missbraucht, bis hin zum regelmäßigen
Analverkehr. ... Norbert E. trieb sein Unwesen in Lehmanns Bistum – über
Jahre hinweg ...«
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| Ist Vertuschung
nur ein Kardinalfehler? |
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Weil Kardinal Lehmann die Aufklärung des Falles Norbert E. nur schleppend
betreibt, hat Christian, ein weiteres Opfer des perversen Pfarrers, jetzt
einen Brief an den Papst geschrieben. Zeugen behaupten, dass Lehmanns
Personalchef schon seit Dezember 1999 bescheid wusste und auch der Kardinal
genau informiert gewesen sei (Der Spiegel 39/2002).
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Schützt die Kinder
vor den Kirchen! »Ohne vorangegangene Korruption des Kopfes
tut kein Geschlecht sein Werk. Ein Kleriker gibt nicht nur irgendwelchen
›Trieben‹ nach: Er hat unter anderem lernen dürfen, dass es möglich
ist, seinen Neigungen gerade ›im Schoß der Kirche‹ nachzugehen und
auf oberhirtliches Vertuschen zu hoffen, eine Spezialität, die keine
andere Institution so gut beherrschte wie die Kirche. ... Wollen
Eltern das vermeiden, müssen sie konsequent auf Klerikerpädagogik
verzichten und ihre Kinder selbst zu freien Menschen erziehen.«
Prof.
Horst Herrmann, Soziologe, lehrt an der Universität Münster
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Der 14jährige Christian wurde inzwischen in die geschlossene Kinderpsychiatrie
überweisen. Begründung: Es müsse »eine Trennung von dem bisherigen Umfeld
herbeigeführt werden.«
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| Kinderschänder im Talar |
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Es werden immer mehr Kinder-schänder im Talar bekannt. Hier nur einige
besonders krasse Schlagzeilen der letzten Zeit:
Sex-Pastor verging sich an seinen Konfirmandinnen: »Lass uns einen
Helden auf dem Altar zeugen« (Bild, 13.3.02)
Die Polizei-Akte über Pastor Harry R. wird immer dicker: Als die
Mädchen nackt waren, filmte der perverse Pfarrer (Bild, 8.3.02)
Ermittlungen gegen Geistliche wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern
in Reutlingen, Mainz, Regensburg, Paderborn (Yahoo Schlagzeilen, Juli
2002)
»Ich bin nur froh, dass mein Sohn nie Ministrant war« – Sexskandal
erschüttert Katholiken in USA (Main-Echo, 20.3.02)
Pornos im Pfarrhaus – Nach der katholischen muss sich auch die
evangelische Kirche mit sexuellem Missbrauch durch Pfarrer befassen (Der
Spiegel, 12.8.02)
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| Einfach versetzt... |
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Und der Skandal wird noch unglaublicher, denn die Fälle wurden von
der Kirche oft jahrelang verschwiegen und vertuscht! Die Täter wurden
oft nur in andere Gegenden versetzt, wo sie ungestört von neuem anfangen
konnten, sich an ihre wehrlosen Opfer heranzumachen. Zwei Beispiele:
Der langjährige Direktor ... eines Heimes für Behinderte hatte
gestanden, vor Jahren als junger Kaplan über Jahre hinweg einen Jugendlichen
missbraucht zu haben. ... Für den Täter habe dies keine Konsequenzen nach
sich gezogen ... weil damals die »Stimmungslage anders« gewesen sei. (Yahoo
Schlagzeilen, 22.7.02)
So kann ein 62 Jahre alter Geistlicher, der sich nicht nur an Kindern
vergriff, sondern auch noch mit anderen Kirchenmitgliedern einen florierenden
Kinderporno-Ring aufzog, weiterhin finanziell wohl behütet in einer Einrichtung
des Aachener Bistums arbeiten. ... Als die Ermittlungsbeamten 1993 das
Pfarrhaus einer Krefelder Gemeinde durchsuchten, fanden sie 58.000 Kinderporno-Bilder
und 300 Videokassetten. Den größten Teil der Hardcore-Produktionen hatte
Pfarrer Hans-Dieter I. über Jahre hinweg in Eigenarbeit erstellt. (Der
Spiegel, 15.7.2002)
Angesichts dieser und vieler weiterer ähnlicher Meldungen fragt man sich:
Sind Priester von der deutschen Rechtssprechung ausgenommen? Haben kirchliche
Kinderschänder Immunität, wie Diplomaten? Anstelle von Bestrafung nach
geltendem Recht drohen oft nur Versetzung und Geldstrafe.
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| Risikogruppe Priester |
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Wie kann es eigentlich sein, dass eine Organisation, die Kinderschänder
systematisch vor den staatlichen Gerichten geschützt hat, in Deutschland
noch nicht verboten ist? Wie kann man einer solchen Organisation noch
den Zugang zu Kindern und Jugendlichen erlauben? Katholische Priester
sind eine besondere Risikogruppe, denn der Zölibat (Eheverbot) führt dazu,
dass sich ihr Triebstau zum Teil sogar an Minderjährigen entlädt. Viele
fragen sich: Was kann man tun gegen solche Ignoranz und Unmoral? Sammelklage
der Opfer? Gut! Demonstrieren gehen? Nur zu...
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| Ursachenforschung |
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Aber eigentlich liegt der Hund viel tiefer begraben: Was derzeit in
Frage gestellt wird, ist höchstens der Zölibat oder die Vertuschungstaktik
der Bischöfe, aber nicht die Kirche selbst. Diese hat sich schon lange
vom christlichen Glauben verabschiedet und tut genau das Gegenteil von
dem, was Jesus von Nazareth wollte: Sie befürwortet Tierversuche, Kriege,
ist in Waffengeschäfte verwickelt, verfolgt seit Jahrtausenden Andersgläubige
und hat Millionen von Menschenopfern auf dem Gewissen. Das zeigt: Der
Kern einer Organisation, die solche verbrecherischen Blüten treibt, kann
nicht christlich sein. Denn Jesus von Nazareth lehrte den Weg zu einem
ethischen Leben, den Weg zu Gott. Er hat weder einen Kirchenapparat, noch
Pfarrer eingesetzt. Seine schlichte Lehre »Was Du nicht willst, das man
dir tu, das füg‘ auch keinem anderen zu« ist der Schlüssel zu einem glücklichen
Leben, zu Charakter und zu einer friedfertigen Welt. Es ist der Weg zu
Gott, den jeder Mensch gehen kann – ohne Pfarrer! Offenbar geht es aber
den Kirchenoberen gar nicht darum, dass die Menschen diesen Weg zu Gott
beschreiten – das würde sie schließlich überflüssig machen. So versuchen
sie, die Kirchenschäfchen mit allerlei Brimborium von der eigentlichen
Lehre, den 10 Geboten und der Bergpredigt, abzulenken. Tja, und wenn bei
diesem Ablen-kungsmanöver dann etwas schief geht, wenn Kinder und Jugendliche
zu Schaden kommen, dann wird über das Zölibat diskutiert – und weiterhin
von dem Grundproblem abgelenkt: Dass die Kirche nicht christlich ist!
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| Wer Christ ist, tritt aus |
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Jeder, der weiter in der Kirche bleibt, unterstützt mit seiner Kirchensteuer
(das heißt in einem durchschnittlichen Arbeitsleben mit 30.000 ) direkt
den katholischen und evangelischen Kinderschänder-Sumpf und eine unchristliche
Organisation! Und wer will das schon... Die einfachste und wirkungsvollste
Methode ist es, die Kinderschänder nicht auch noch für ihre Perversionen
zu bezahlen.
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| Also nichts wie raus: Kirchenaustritt jetzt!
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