| Ausgabe No.21 - Der geistige Revolutionär Christus | |
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März
2003
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| Archiv | ||
| No. 21 | ||
| Die Bibel - Das Wort zum Töten | ||
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Die
Bibel - Das Wort zum Töten
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»Schlag
sie zu, bevor es noch mehr Tote gibt!«
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Dazu muss man wissen: George W. Bush liest jeden Morgen in der Bibel! Und was liest er da? »Wenn der Herr, dein Gott sie [die zu erobernde Stadt] in deine Gewalt gibt, sollst du alle männlichen Personen mit scharfem Schwert erschlagen. Die Frauen aber, die Kinder und Greise, das Vieh und alles, was sich sonst in der Stadt befindet, alles, was sich darin plündern lässt, darfst du dir als Beute nehmen. Was du bei denen Feinden geplündert hast, darfst du verzehren; der Herr, dein Gott, hat es dir geschenkt. So sollst du mit allen Städten verfahren, die sehr weit von dir entfernt liegen und nicht zu den Städten dieser Völker hier gehören. Aus den Städten dieser Völker jedoch, die der Herr, dein Gott, dir als Erbbesitz gibt, darfst du nichts, was Atem hat, am Leben lassen.« (Mose 20, 12-16). Krass! Eine glatte Anleitung zum Völkermord! Unser kritischer Zeitgenosse glaubt‘s nicht und blättert weiter in der Bibel. Bei Joel 3, 10 findet er dann: »Macht aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spieße!« Jetzt aber hallo! Das alles steht in der Bibel, die angeblich Gottes Wort sein soll? Nun geht unserem kritischen Zeitgenossen ein Licht auf. Die kriegerischen Ambitionen des Herrn Bush stehen völlig im Einklang mit der ›Heiligen Schrift‹. Vielleicht spricht Bush deshalb von einer göttlichen Mission? Offenbar ist auch Bundestagspräsident Thierse dieser verhängnisvolle Zusammenhang zwischen der Bibel und der kriegerischen Weltpolitik aufgefallen, jedenfalls sagte er kürzlich: »Wer in der Bibel liest, versteht die Welt besser« ... Nun wird dem kritischen Zeitgenossen auch klar, warum Bibelgesellschaften tausende von Bibeln in den Irak schicken – als »kulturelle Brücke« bevor die Bomben fallen. Schließlich sollen auch Andersgläubige Völker die Welt besser verstehen. Da können dann die Iraker nachlesen, wieso ihr Land in Schutt und Asche gelegt werden muss, denn bei 2. Mose 34, 12-13 steht über den Umgang mit Andersgläubigen: »Du hüte dich aber, mit den Bewohnern des Landes, in das du kommst, einen Bund zu schliessen ... Ihre Altäre sollt ihr vielmehr niederreißen, ihre Kultpfähle umhauen.« Aber unserem kritischen Zeitgenosse fällt noch etwas auf: 2003 wurde von der katholischen und evangelischen Kirche zum »Jahr der Bibel« ausgerufen. Es gibt Bibel-Ausstellungen, Bibel-Seminare, Bibel-TV – sogar Bibel-Spiele für Kinder. |
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| Die Bibel als Handbuch zum Töten | |
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Jetzt könnte vielleicht der Einwand kommen, in der Bibel steht doch auch bei Jesaja 2, 4 (ganz im Widerspruch zum Buch Joel, siehe S. 1): »Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk gegen das andere ein Schwert aufheben, und werden hinfort nicht mehr kriegen lernen.« und bei 5. Mose 5, 17 steht ganz unmissverständlich: »Du sollst nicht töten«. Stimmt! Aber was soll man jetzt glauben? Wechselt Gott ab und zu einfach
seine Meinung? Oder handelt er gar willkürlich? Ist Gott nun ein Gott
der Liebe, wie ihn Jesus von Nazareth lehrte oder ein schrecklicher, zürnender
Gott, der Kriege anordnet, wie im Alten Testament? Laut Katechismus ist
beides, das Alte und das Neue Testament »wahres Wort Gottes« und »in ihrer
Ganzheit mit allen ihren Teilen heilig und kanonisch«. |
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| »Sprengstoff für den gesunden Menschenverstand« | |
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Na bitte: Anscheinend wissen die selbsternannten Glaubenshüter genau, dass mit ihrer Bibel etwas nicht stimmt ... Bei den noch unverdorbenen Kollegen lösen die vielen unvereinbaren Widersprüche immer wieder »ekklesiogene«, also kirchliche Neurosen und Angstzustände aus! Aber statt zuzugeben, dass
die Bibel Menschenwerk ist und somit die Gefahr, die von den gewaltverherrlichenden
Stellen ausgeht, auszuschalten, schweigen die Kirchenmänner die Widersprüche
tot und hoffen wohl darauf, dass kein Gläubiger zu genau nachliest. |
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| Kanadisches
Gericht urteilt: Bibel ist Buch des Hasses: Das Gericht von Queens im kanadischen Saskatchewan verurteilte eine Zeitung, die eine Anzeige abdruckte, in der mit Hilfe von Bibelzitaten zum Hass gegenüber Homosexuellen aufgerufen wurde, zu einer Geldstrafe. |
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| Blanker Hohn: Der Papst säuselt vom Frieden | |
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Bei all den kriegstreiberischen Stellen in ihrem Bibelparteibuch wirkt es nun umso verdächtiger, dass sich die Vertreter der katholischen und evangelischen Institution heute als Friedenshüter geben. Krieg müsse auf jeden Fall vermieden werden, sagt der Papst. Doch gleichzeitig ist Krieg als letzte Instanz nach wie vor gerechtfertigt. Das Friedensgetue kommt bei den Leuten auf jeden Fall gut an, es wird wieder mehr in die Kirchen gegangen. Viele scheinen dabei wohl zu übersehen, dass die kirchliche Tradition, bis in die jüngste Vergangenheit alles andere als friedlich war. Wenn die Kirche heute wirklich für den Frieden wäre, dann müssten den publikumswirksamen Friedensappellen auch Taten folgen! |
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| Deshalb fordert der Revo: | |
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Wenn die Amtskirchen glaubwürdig sein wollen, dann müssen sie: Sich für die Millionen von Kirchenopfern bei Kreuzzügen, Inquisition
und Hexenverbrennungen entschuldigen, bei den Nachfahren um Vergebung
bitten und Entschädigungen zahlen. Aber all dass passiert nicht. »Warum nicht?« fragt sich der kritische Zeitgenosse. Die Antwort ergibt sich, wenn man die Tatsachen nüchtern ansieht: |
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| Die Kirche ist nicht christlich! | |
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Die Kirche ist nicht christlich. Sie ist eine Priester-Organisation, die sich den Namen des Christus als ein moralisches Mäntelchen umhängt, um leichter Geld einzutreiben und Macht auszuüben. Deshalb bleibt für einen wahren Christen, der sich nicht mit dem Blut der Kirchen besudeln möchte, und der den zehn Geboten Gottes und der Bergpredigt des Jesus von Nazareth treu bleiben möchte, nur der Kirchenaustritt. |
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